ZEW: Stimmung in Metallindustrie und Maschinenbau hellt sich auf
von Hubert Hunscheidt
Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im August weiter verbessert. Der ZEW-Index steigt gegenüber dem Vormonat um 7,9 Punkte auf plus 34,2 Punkte. Noch kräftiger fällt die Verbesserung bei der Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage aus: Der Lageindikator legt um 16,5 Punkte auf minus 61,1 Punkte zu. Trotz der deutlichen Erholung bleibt die Bewertung der gegenwärtigen Wirtschaftslage damit auf niedrigem Niveau.
„Der positive Trend in den Erwartungen bekräftigt sich im August. Dies dürfte mit den guten Quartalszahlen und dem jüngsten Exporthoch zusammenhängen. Während die deutsche Wirtschaft weiterhin von den Infrastrukturprogrammen der Bundesregierung profitiert, birgt das Rekord-Niedrigwasser am Rhein kurzfristig ein akutes zusätzliches Risiko für die Konjunktur“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. h.c. Achim Wambach, PhD, die Ergebnisse.
Metallproduktion und Maschinenbau mit besseren Aussichten
Die Verbesserung der Erwartungen erstreckt sich über alle betrachteten Branchen. Für marketsteel besonders relevant: Auch in der Metallproduktion und im Maschinenbau sind deutliche Anstiege zu verzeichnen. Damit hellt sich die Stimmung in zwei für die Stahlindustrie wichtigen Abnehmer- und Verarbeitungsbereichen auf.
Besonders kräftig verbessern sich zudem die Aussichten für die Fahrzeugindustrie. Der entsprechende Indikator steigt um 22,2 Punkte, verbleibt allerdings weiterhin im negativen Bereich. Auch die Chemie- und Pharmaindustrie blickt optimistischer auf die weitere Entwicklung.
Die Erwartungen für den privaten Konsum verbessern sich um weitere 9,0 Punkte auf minus 6,2 Punkte. In der Bauwirtschaft steigt der Wert um 1,4 Punkte und liegt mit plus 2,1 Punkten leicht im positiven Bereich.
Stimmung verbessert sich auch in der Eurozone
Auch für die Eurozone steigen die Konjunkturerwartungen im August. Der entsprechende Index legt gegenüber Juli um 8,0 Punkte auf 31,4 Punkte zu. Die Bewertung der aktuellen Lage verbessert sich um 16,2 Punkte auf minus 21,5 Punkte und bleibt damit ebenfalls im negativen Bereich.
Quelle: ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH / Foto: marketSTEEL