ZEW-Konjunkturerwartungen Rückgang der Konjunkturerwartungen
von Hubert Hunscheidt
Nach der kontinuierlichen Verbesserung über den Sommer verschlechtern sich die Erwartungen im Oktober. Der ZEW-Index sinkt um 6,6 Punkte und beträgt nun plus 28,1 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verzeichnet dagegen erneut eine kräftige Erhöhung. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 35,9 Punkten um 11,2 Punkte über dem Vormonatswert.
„Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst. Privater Konsum und private Investitionen bleiben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drücken, die Produktionskosten erhöhen und die Inflation länger auf einem höheren Niveau halten“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. h. c. Achim Wambach, PhD, die aktuellen Ergebnisse.
Positive Impulse aus der Stahl- und Metallproduktion
Zu Beginn des vierten Quartals zeichnet sich ein gemischtes Bild unter den einzelnen Branchen ab. Die Erwartungen für Banken und Versicherungen, die zuletzt kräftige Anstiege verzeichnet haben, sinken im Oktober deutlich um 18,4 bzw. 9,0 Punkte. Mit jeweils 34,5 und 37,4 Punkten verbleiben diese dennoch klar im positiven Bereich.
Weitere Rückgänge verzeichnen die Dienstleistungen (minus 6,8 Punkte gegenüber dem Vormonat) und die Telekommunikation (minus 8,2 Punkte). Auch die Aussichten für den privaten Konsum verschlechtern sich. Positive Impulse zeigen dagegen die Stahl- und Metallproduktion sowie die Elektrobranche.
Konjunkturerwartungen für die Eurozone sinken
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sinken im Oktober erneut. Der entsprechende Index liegt mit einem Saldo von plus 18,5 Punkten um 7,3 Punkte niedriger als im Vormonat. Die Bewertung der aktuellen Lage bleibt mit minus 14,8 Punkten weitgehend unverändert (minus 0,9 Punkte gegenüber September).