ZEW-Konjunkturerwartungen: Konjunkturlage verbessert sich
von Hubert Hunscheidt
„Die ZEW-Konjunkturerwartungen bleiben stabil. Die Expertinnen und Experten sind vorsichtig optimistisch über die wirtschaftliche Erholung. Diese bleibt weiterhin fiskalgetrieben und wird durch zusätzliche Exportimpulse gestützt. Die Risiken sind dennoch erheblich: teure Energie bei anhaltendem Iran-Krieg und zusätzliche Verunsicherung durch hybride Angriffe belasten die Wirtschaft“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. h. c. Achim Wambach, PhD, die aktuellen Ergebnisse.
Stahl- und Metallproduktion weiter im Minus
Im September bleibt das Bild über die einzelnen Branchen hinweg stabil, aber weiterhin gemischt. Die Versicherungsbranche profitiert von den gestiegenen Zinsen: Der Saldo steigt um 12,1 Punkte auf 46,4 Punkte.
Dagegen verharren die Stahl- und Metallproduktion sowie die Fahrzeugbranche weiterhin im negativen Bereich mit minus 16,7 beziehungsweise minus 22,6 Punkten. Eine Verbesserung zeigt sich bei den Banken. Deren Saldo liegt mit 52,9 Punkten um 8,2 Punkte höher als noch im August.
Erwartungen für die Eurozone sinken
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone gehen im September dagegen zurück. Der entsprechende Index liegt mit einem Saldo von plus 25,8 Punkten um 5,6 Punkte niedriger als im Vormonat.
Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Eurozone verbessert sich hingegen um 7,6 Punkte auf minus 13,9 Punkte.
Quelle: ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH / Foto: Fotolia