Wuppermann und Stegra bauen CO₂-arme Lieferkette für verzinkten Stahl auf
von Hubert Hunscheidt
Der deutsche Stahlverarbeiter Wuppermann und der schwedische Grünstahlhersteller Stegra haben eine langfristige Kooperation zur Herstellung von nahezu emissionsfreiem verzinktem Stahl vereinbart. Wie SteelOrbis berichtet, wird Wuppermann künftig Stahlprodukte aus Stegras neuem Werk im schwedischen Boden verzinken und anschließend an Kunden aus den Bereichen Bau, Stahlverarbeitung und Maschinenbau liefern.
Die Verarbeitung erfolgt bei Wuppermann Staal Nederland, der niederländischen Tochtergesellschaft der Wuppermann-Gruppe. Das Unternehmen ist auf die Verzinkung hochwertiger Stahlbänder spezialisiert und verfügt über fünf Produktionsstandorte in Europa.
Mit der Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen eine integrierte, CO₂-arme Wertschöpfungskette schaffen. Dabei kombiniert Stegra seine nahezu emissionsfreie Stahlproduktion mit der energieeffizienten Verzinkungstechnologie von Wuppermann.
Nach Unternehmensangaben zählt die Bandverzinkungsanlage von Wuppermann in den Niederlanden zu den CO₂-ärmsten ihrer Art in Europa. Maßgeblich dafür ist das firmeneigene Heat-to-Coat-Verfahren, das den Energiebedarf des Verzinkungsprozesses reduziert.
Die Partnerschaft soll den Einsatz klimafreundlicher Stahlprodukte in industriellen Anwendungen beschleunigen und einen weiteren Beitrag zur Dekarbonisierung der europäischen Stahlindustrie leisten.
Quelle: SteelOrbis / Foto: Wuppermann AG