Weltweite DRI-Produktion wächst auf 151 Millionen Tonnen

von Hubert Hunscheidt

Die weltweite Produktion von direktreduziertem Eisen (Direct Reduced Iron, DRI) hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden 151,0 Millionen Tonnen produziert. Das waren 10,2 Millionen Tonnen beziehungsweise 7,2 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024 mit 140,8 Millionen Tonnen.

Damit setzt sich das kräftige Wachstum der DRI-Produktion fort. Seit 2020 ist die weltweit erzeugte Menge um 46,2 Millionen Tonnen oder 44 Prozent gestiegen. Getragen wird diese Entwicklung sowohl von gasbasierten Schachtofenverfahren als auch von kohlebasierten Drehrohröfen.

MIDREX-Anlagen steigern Produktion um acht Prozent

Auch die Produktion in MIDREX-Anlagen erreichte 2025 einen neuen Rekord. Mit 82,3 Millionen Tonnen lag sie 6,1 Millionen Tonnen beziehungsweise acht Prozent über dem Vorjahreswert von 76,2 Millionen Tonnen.

Damit wurden 54,5 Prozent des weltweit produzierten DRI mit dem MIDREX-Verfahren hergestellt. Bei der DRI-Produktion in Schachtöfen erreichte das Verfahren einen Anteil von 81,5 Prozent.

DRI gewinnt für die Stahlproduktion an Bedeutung

Direktreduziertes Eisen ist ein wichtiger Einsatzstoff für die Stahlherstellung im Elektrolichtbogenofen und spielt damit auch bei der Umstellung auf CO₂-ärmere Produktionsrouten eine zunehmende Rolle. Insbesondere wasserstofffähige Direktreduktionsanlagen stehen im Mittelpunkt zahlreicher Transformationsprojekte der Stahlindustrie.

Die Zahlen stammen aus den jährlich von Midrex Technologies veröffentlichten „World Direct Reduction Statistics“. Die Erhebung und Aufbereitung der Daten wird nach Angaben des Unternehmens jährlich von World Steel Dynamics unabhängig überprüft.

Quelle: Midrex Technologies, Inc. / Foto: Bildkonzept marketSTEEL KI-generiert