Die voestalpine sieht bereits eine steigende Nachfrage seitens Kund:innen der internationalen Bahnindustrie nach ihren CO2-reduzierten Stahlprodukten.
Erweiterung der Produktionskapazitäten auf 1,5 Mio. Tonnen CO2-reduzierten Stahl
von Hubert Hunscheidt
Der nächste Ausbauschritt ermöglicht dem Stahl- und Technologiekonzern, der weltweit als Umweltbenchmark seiner Branche gilt, ab 2030 in Donawitz mehr als 90 % seiner CO2-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2019 einzusparen.
Die voestalpine sieht bereits eine steigende Nachfrage seitens Kund:innen der internationalen Bahnindustrie nach ihren CO2-reduzierten Stahlprodukten.
Erweiterung der Produktionskapazitäten auf 1,5 Mio. Tonnen CO2-reduzierten Stahl
Die im Bau befindliche EAF-Anlage kann ab 2027 jährlich rund 850.000 Tonnen CO2-reduzierten Stahl produzieren. Mit der Erweiterung wird die Produktionskapazität bis 2030 auf bis zu 1,5 Mio. Tonnen CO2-reduzierten Stahl pro Jahr erhöht. Die vom Aufsichtsrat der voestalpine AG bereits freigegebene Investitionssumme für den Kapazitätsausbau beträgt rund 100 Mio. EUR und soll u.a. für den weiteren Ausbau der Stromversorgung, der Errichtung einer dritten Sekundärmetallurgie-Linie und für die Erweiterung der Schrottlogistik erfolgen. Bis zu Beginn des Ausbaus sind noch offene Förderfragen zu klären.
Durch die Technologieumstellung werden künftig die beiden Hochöfen und die Sinteranlage außer Betrieb genommen. In den nächsten drei Jahren werden dafür Jobs im neuen Stahlwerk geschaffen. Für Mitarbeiter:innen finden bereits laufende Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen statt. Zusätzlich werden weitere interne oder konzernweite Joboptionen entstehen. „Diese Transformation sichert indirekt die mehr als 5.000 Arbeitsplätze an den steirischen Standorten der Metal Engineering Division ab“, so Eibensteiner.
greentec steel ist Österreichs größtes Klimaschutzprogramm
Die voestalpine hat mit greentec steel eine klare Strategie. Die Integration der grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenöfen in die Stahlproduktion ermöglicht es in einem ersten Schritt, CO2-intensive Prozesse zu elektrifizieren und so im Konzern bis 2029 bis zu 30 % an CO2-Emissionen gegenüber 2019 einzusparen. Das entspricht einer Einsparung von fast 4 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr und somit fast 5 % der CO2-Emissionen Österreichs. greentec steel ist damit das größte Klimaschutzprogramm des Landes. Das Investitionsvolumen beträgt für den ersten Schritt unverändert rund 1,5 Mrd. Euro.
Quelle und Foto: Voestalpine AG