Wasserstoff wird fester Bestandteil zukünftiger Energieversorgung

von Hubert Hunscheidt

Dazu diskutierten Industrievertreter der GRH und Regierungsvertreter aus Grand Est, Saarland und Luxemburg gemeinsam die nächsten Schritte. Außerdem unterzeichneten die versammelten Industriepartner der Grande Region Hydrogen eine Selbstverpflichtung zur Zusammenarbeit, die den Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft zum Ziel hat.

Grenzüberschreitender Wasserstoff-Wirtschaftsraum Saarland - Grand Est - Luxemburg

Wasserstoff wird fester Bestanteil der zukünftigen Energieversorgung werden. Die GRH steht für einen gemeinsamen Wasserstoff-Wirtschaftsraum zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg und ist ein konkretes Beispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Energiebereich, wie sie von der Politik gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen gefordert wird.

Im Rahmen von Hyvolution wurde die Bedeutung der Projekte der GRH-Mitglieder für den Wasserstoffhochlauf im Dreiländereck deutlich: Nur durch deren Verzahnung kann ein
grenzüberschreitender Wasserstoffhochlauf und die Energietransformation in den Bereichen Industrie und Mobilität gelingen.Indust rie und Politik im Schulterschluss für eine grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft Es diskutierten Jürgen Barke, saarländischer Minister für Wirtschaft Innovation, Digitales und Energie, Franck Leroy, Präsident der Region Grand Est und Pit Losch, Attaché für Wasserstoff-Projekte im Luxemburger Ministerium für Energie und Raumentwicklung mit den Mitgliedern der GRH über die notwendigen nächsten Schritte, damit eine echte grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft in der Dreiländerregion Saarland - Grand Est - Luxemburg entstehen kann.

Dabei betonten sie die Rolle der GRH als Keimzelle für eine Wasserstoffwirtschaft im Herzen Europas, die eine zukünftige europäische Zusammenarbeit im Energiesektor ermöglicht. Die politischen Vertreter der Großregion waren sich einig, dass nur gemeinsam der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Großregion gelingen kann. Dafür sagten sie ihre größtmögliche Unterstützung für die Zielsetzung der Grande Region Hydrogen zu. So erklärte Wirtschafts- und Energieminister Jürgen Barke: „In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt ein enormes Potenzial für die Großregion. Insbesondere beim Thema Wasserstoff können wir gemeinsam die Herausforderungen unserer Zeit meistern. Die Grande Region Hydrogen ist ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Zusammenarbeit im Herzen von Europa.“ Auch der Luxemburger Energieminister Claude Turmes äußerste sich anlässlich dieses Treffens: „Die koordinierte Nutzung des Dekarbonisierungspotenzials von erneuerbarem Wasserstoff über unsere ​nationalen und regionalen Grenzen hinweg wird von entscheidender Bedeutung sein. Gemeinsam verfügen wir über das Potenzial, den Transit durch die größten Wasserstofftransportwege, die durch unsere Region im Herzen der Europäischen Union führen, zu nutzen. Ich möchte die Akteure, die sich im Rahmen der Grand Region Hydrogen zusammengeschlossen haben, dazu beglückwünschen, dass sie die ersten Schritte zur Verwirklichung dieser Vision unternommen haben." Auch Franck Leroy begrüßte das zunehmende Engagement der Region Grand Est für eine grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft: „Für die Region Grand Est ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine Chance. Unsere Kooperation im Herzen der Großregion erlaubt uns, den
Herausforderungen zu begegnen, denen wir vor allem im Bereich der Umwelt und der Industrie gegenüberstehen. Die Grande Region Hydrogen ist für mich ein Werkzeug, um als Regionen gemeinsam mit der Industrie voranzukommen.“

Dem Gelingen einer grenzüberschreitenden Wasserstoff-Wirtschaft freiwillig verpflichtet

Nachdem die Politiker der Großregion sich einheitlich positiv über den Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft geäußert und ihre Unterstützung zugesagt hatten,
setzten auch die anwesenden Industriepartner der Grande Region Hydrogen ein deutliches Zeichen für ihren Willen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: Sie unterzeichneten eine deutsch-französisch-luxemburgische Erklärung, in der sie sich zum Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft verpflichten.

Hintergrund: Die Vereinigung “Grande Region Hydrogen EEIG"

Die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung „Grande Region Hydrogen EEIG " (GRH) verfolgt das Ziel, ein Wasserstoff-Wirtschaftssystem in der Großregion Saarland, Grand Est, Luxemburg zu entwickeln. Sie repräsentiert die gesamte Wertschöpfungskette einer Wasserstoffwirtschaft und verbindet Wasserstoffprojekte von Produzenten, Konsumenten und Infrastruktur-Betreibern. Damit schafft sie die Voraussetzungen für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft im Dreiländereck und trägt aktiv dazu bei, die nationalen und europäischen Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

Die Grande Region Hydrogen wurde im August 2021 von den Verteilernetzbetreibern Creos (Deutschland), GRTgaz (Frankreich), dem Energiekonzern Encevo (Luxemburg) und dem französischen Wasserstoffproduzenten H2V gegründet. Inzwischen gehören zur GRH folgende Partner: CREOS, ENCEVO S.A., GAZELENERGIE, GRTGAZ, H2V, HDF, RWE GENERATION, SHS STAHL-HOLDING-SAAR, STEAG, VERSO sowie VILLEROY & BOCH.

Die Grande Region Hydrogen will wachsen: Sie freut sich auf neue Mitglieder, deren Wasserstoffprojekte sich in die Infrastruktur der Grande Region Hydrogen integrieren lassen.

Weitere Informationen zur GRH, den Partnern und ihren Projekten stehen hier zur Verfügung.

Bildtext: Die Grande Region Hydrogen EEIG (GRH) mit Partnern aus dem Saarland, Grand Est und Luxemburg stellten gestern in Paris ihr Ziel des Aufbaus einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft vor (v.l.): Franck Leroy, Präsident der Region Grand Est, Sebastian Vogel - RWE, Yannick Bonnin - H2V, Damien Havard – HDF Energy, Thierry Trouvé - GRTgaz. Jean-Michel Mazalerat - GazelEnergie, Antoine Huard - Verso, Jonathan Weber – SHS, Anke Langner - Iqony, Jens Apelt – Creos Deutschland, Claude Seywert - Encevo, Frank Gawantka – Creos Deutschland, Pit Losch – Attaché für Wasserstoff-Projekte im Luxemburger Ministerium für Energie und Raumentwicklung.

Quelle und Foto: Creos Deutschland GmbH

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