„Vorreiter der Transformation 2026"
von Hubert Hunscheidt
FERALPI STAHL erhielt im Rahmen der 15. Responsible Leadership Conference in Düsseldorf den Preis „Vorreiter der Transformation 2026". Die Auszeichnung von ServiceValue und dem F.A.Z. Institut würdigt Unternehmen, die den Wandel in Digitalisierung, Forschung & Entwicklung, Innovation, Technologie und Wissenskultur besonders erfolgreich gestalten.
Datenbasis: 4,7 Millionen Nennungen zu rund 17.000 Unternehmen
Grundlage der Preisverleihung war ein unabhängiges „Social Listening“. Dabei handelt es sich um ein strategisches Verfahren, das Gespräche, Beiträge und Erwähnungen im Internet in Echtzeit analysiert. ServiceValue hat Nennungen zu rund 17.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen im Zeitraum vom 1. Februar 2024 bis 31. Januar 2026 ausgewertet. Insgesamt flossen etwa 4,7 Millionen Nennungen in die Analyse ein. Die Daten wurden zunächst per Crawling, dem automatischen Durchsuchen von Webseiten mit Hilfe von Suchmaschinen, erfasst und anschließend mithilfe von Verfahren der künstlichen Intelligenz fragmentiert und ausgewertet.
So wurden für jedes Unternehmen jeweils Tonalitätssaldo und Reichweite je Themenfeld (Digitalisierung, Forschung & Entwicklung, Innovation, Technologie, Wissenskultur) ermittelt, gewichtet und zu einem Gesamtwert verrechnet. Dann erfolgte eine branchenbezogene Normung der Punktwerte: Das jeweils führende Unternehmen einer Branche erhielt 100 Punkte und diente als Vergleichsmaßstab. Ausgezeichnet wurden nur diejenigen Unternehmen, die überdurchschnittliche Punktwerte in der Gesamtwertung erreichen konnten.

Bei der Urkundenübergabe sagte Uwe Reinecke, General Manager von FERALPI STAHL: „Wir zeigen am Standort Riesa, dass klimafreundliche Stahlproduktion bereits heute möglich ist. Mit Investitionen von über 220 Millionen Euro hat die Feralpi Group ihre Produktion konsequent weiterentwickelt und setzt auf die Elektrostahlroute mit einem Recyclinganteil von über 98 Prozent. Diesen Weg gehen wir weiter und bauen die Produktionskette nachhaltig und effizient aus!”
Grüner Stahl bereits Realität
Ein zentraler Baustein ist das neue, im Scope 1 emissionsfreie Walzwerk. Dabei erweitert FERALPI STAHL sein Produktportfolio um innovative Lösungen wie warmgespoolte Coils. Der warmgewalzte Spooler steht für eine neue Generation von Bewehrungsstahl – in einem kompakt gewickelten Format mit einem Gewicht von 2,5 bis 8 Tonnen. Mit diesem neuen Produkt richtet sich FERALPI STAHL an zukunftsorientierte Akteure in der Bauindustrie, die insbesondere in automatisierten Anwendungen verschiedene Effizienzvorteile bieten.
Die Umweltproduktdeklaration (EPD) für den FERGreen Spooler (warmgewalzter und direkt gespulter Betonstahl in Ringen) von FERALPI STAHL weist einen herausragend niedrigen CO₂-Fußabdruck auf: Der GWP-total-Wert (Global Warming Potential) beträgt lediglich 296 kg CO₂-Äquivalent pro Tonne Stahl (für die Module A1–A3 „von der Wiege bis zum Werkstor“). Dieser Wert gehört in der Stahlbranche zu den absoluten „Best-in-Class“-Ergebnissen.
Erfahrungen aus dem Markt sowie Anwendungen in anspruchsvollen Infrastrukturprojekten belegen, dass CO₂-reduzierter Stahl bereits heute nachgefragt wird. Der Anfang ist gemacht. Entscheidend ist jedoch, ob sich diese Entwicklung auch dauerhaft in Europa durchsetzt, oder ob Produktion und Investitionen in andere Regionen verlagert werden.
Über die Studie „Vorreiter der Transformation 2026"
Die Studie untersucht, wie Unternehmen den Wandel gestalten. Digitale Technologien gelten dabei als strategisches Fundament, ein starker Fokus auf Forschung und Entwicklung sichert technologische Führungspositionen. Gleichzeitig verbindet eine moderne Wissenskultur mit lebenslangem Lernen und E-Learning High-Tech mit lernbereiten Teams. Weitere Informationen: www.responsibleleadership.de/programm2026
Über die Wissenschaftspartner
ServiceValue ist eine auf das Beziehungsmanagement zwischen Unternehmen und Anspruchsgruppen spezialisierte Analyse- und Beratungsgesellschaft mit Sitz in Köln, gegründet 2009. Sie misst und erklärt mit wissenschaftlich fundierten Methoden den Zusammenhang zwischen Kunde, Mitarbeiter oder Partner und Unternehmen.
Das F.A.Z. Institut ist eine Tochtergesellschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und liefert seit über 30 Jahren fundierte Informationen. Es vernetzt Vordenker, um zukunftsweisende Lösungen für die Transformation unserer Zeit zu entwickeln.
Über die Feralpi Group
Die Feralpi Group ist einer der führenden Stahlhersteller Europas (knapp 1,7 Milliarden Euro Umsatz 2024, rund 2.000 direkt Beschäftigte 2024 in sieben Ländern) und auf die Herstellung von Stählen sowohl für den Bausektor als auch für Spezialanwendungen spezialisiert. Die Entwicklung von Feralpi Siderurgica, dem 1968 in Lonato del Garda (Brescia) gegründeten und im Konzern führenden Unternehmen, ermöglichte die Bildung eines internationalen Konzerns mit einer diversifizierten und vertikalisierten Produktions- und Vermarktungskette.
Feralpi möchte nicht nur einer der internationalen Marktführer in der Stahlbranche sein und dabei durch technologische Innovation, Nachhaltigkeit und Talententwicklung Spitzenstandards vorwegnehmen. Das Unternehmen möchte auch die besten Stähle für die Bau- und Maschinenindustrie auf möglichst nachhaltige Weise produzieren, dabei zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Gemeinschaften, zur Förderung der Region und zum Wohlbefinden der Arbeitnehmer beitragen und sich für den Übergang zu Entwicklungsmodellen engagieren, die auf eine höhere Inklusion und Effizienz zielen und geringere Umweltauswirkungen mit sich bringen.
Bildtext 1: Uwe Reinecke (General Manager FERALPI STAHL) im Austausch mit den weiteren Teilnehmenden der Podiumsdiskussion zur industriellen Transformation.
Bildtext 2: FERALPI STAHL: Maximilian Röllig (Integriertes Managementsystem), Uwe Reinecke (General Manager) und Sarah Lippert (Teamleiterin Marketing und Kommunikation) bei der Auszeichnung durch das F.A.Z. Institut.
Quelle: Feralpi Group / Fotos: © Ratermann