voestalpine will Bahngeschäft auf drei Milliarden Euro ausbauen
von Hubert Hunscheidt
Die voestalpine konzentriert sich auf wertsteigerndes Wachstum in technologisch anspruchsvollen Bereichen, in denen sie über führende Marktpositionen, umfassendes Know-how und langjährige Kundenbeziehungen verfügt. Railway Systems ist beispielhaft für diese Strategie: Der Geschäftsbereich verbindet Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz mit innovativen Systemlösungen, Digitalisierung und umfassenden Services für eine leistungsfähige Bahninfrastruktur. Seit dem Börsengang 1995 hat die voestalpine den Anteil ihrer Weiterverarbeitungsbereiche am Konzernumsatz von rund 20 % auf 45 % erhöht. Künftig soll dieser Anteil insbesondere durch Wachstum in Bereichen wie Railway Systems, Aerospace, Warehouse & Rack Solutions sowie Tubes & Sections weiter steigen. Gleichzeitig treibt der Konzern mit seinem Transformationsprogramm greentec steel die schrittweise Dekarbonisierung der Stahlerzeugung voran. Mit dem geplanten Start der ersten Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz im ersten Halbjahr 2027 erfolgt der nächste wesentliche Schritt auf diesem Weg.
Digitalisierung und Modernisierung als Impulsgeber
„Weltweit steigende Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung von Schienenverkehrsnetzen, neue Verkehrskorridore sowie zunehmende Digitalisierungsanforderungen eröffnen attraktive Perspektiven für die voestalpine Railway Systems und schaffen eine anhaltend hohe Nachfrage nach ihren hochwertigen Produkten“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich in Indien durch umfangreiche Investitionen in neue Hochgeschwindigkeits-, Güterverkehrs- und urbane Mobilitätsprojekte.
„Gefragt sind zunehmend integrierte Lösungen, die Infrastruktur, Digitalisierung und Serviceleistungen verbinden. Als führende Komplettanbieterin im Bereich Railway Systems können wir Schienen- und Weichensysteme, Signaltechniklösungen, digitale Anwendungen und Services aus einer Hand anbieten. Genau dieser ganzheitliche Ansatz ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil der voestalpine Railway Systems, die ihre Kund über den gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet“, so Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division. Die starke Marktposition wird auch durch aktuelle Großaufträge bestätigt, darunter zuletzt Rail Baltica mit einem Volumen von 470 Mio. EUR. Auf der InnoTrans präsentiert die voestalpine Railway Systems darüber hinaus integrierte Lösungen für Hochgeschwindigkeits-, Güter- und Nahverkehrsnetze sowie digitale Monitoring- und Diagnosesysteme für eine effizientere Instandhaltung und höhere Verfügbarkeit von Schienenverkehrssystemen.
Wachstum und Wertschöpfung im Fokus
„Unsere Investitionsentscheidungen folgen klaren Prioritäten: einer soliden Kapitalstruktur, der schrittweisen Dekarbonisierung, wertsteigerndem Wachstum und einer verlässlichen Beteiligung unserer Aktionär am Unternehmenserfolg. Railway Systems verbindet attraktive Wachstumsperspektiven mit einer starken Marktposition, einem resilienten Geschäftsmodell und einer hohen Kapitalrendite und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Wertsteigerung des Konzerns“, sagt Gerald Mayer, CFO der voestalpine AG.
Quelle und Foto: Voestalpine AG