Voestalpine steigert Ergebnis trotz herausforderndem Marktumfeld

von Hubert Hunscheidt

Die voestalpine AG hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 ein solides Ergebnis erzielt. Grundlage waren eine auf Qualität, Innovation und Effizienz ausgerichtete Konzernstrategie sowie die breite branchen- und regionale Diversifizierung. Während sich Railway Systems, Luftfahrt, Energiebereich und Teile der Automobilnachfrage robust entwickelten, blieben Bau, Maschinenbau und Konsumgüter schwach. Der Automotive-Components-Bereich litt weiterhin unter der verhaltenen europäischen Fahrzeugproduktion, während die Lagertechnik eine sehr gute Entwicklung zeigte.

Strategisch setzt der Konzern auf Reorganisation renditeschwacher Aktivitäten, Portfoliofokussierung in der High Performance Metals Division sowie Wachstumsprojekte in Weiterverarbeitung, Luftfahrt, Bahninfrastruktur und internationalen Märkten wie Indien. Parallel schreitet die Transformation der Stahlproduktion im Rahmen des Programms greentec steel mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro planmäßig voran.

Finanziell verbesserte sich trotz eines um 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro gesunkenen Umsatzes die Ergebnisqualität deutlich. Das EBITDA stieg auf 1,0 Milliarden Euro, das EBIT auf 473 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern legte um 46,5 Prozent zu, das Konzernergebnis nach Steuern um 25,1 Prozent. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit erhöhte sich auf 1,1 Milliarden Euro, der Free Cashflow drehte klar ins Plus. Gleichzeitig reduzierte der Konzern seine Nettofinanzverschuldung deutlich und stärkte die Eigenkapitalbasis, wodurch sich die Gearing Ratio spürbar verbesserte. Die Beschäftigtenzahl lag zum Jahresende bei rund 48.700 Vollzeitäquivalenten.

Ausblick

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26 erwartet der Vorstand trotz geopolitischer Unsicherheiten eine Fortsetzung der aktuellen Markttrends und bestätigt eine EBITDA-Prognose in der Bandbreite von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro. Damit sieht sich der Konzern strategisch und finanziell solide positioniert, um Transformation, Wachstum in Spezialsegmenten und den Übergang zu CO₂-ärmerer Stahlproduktion weiter voranzutreiben.

Quelle und Foto: Voestalpine AG