VNG bewertet Gasversorgung als stabil – Speicherstände bleiben im Fokus

von Hubert Hunscheidt

Der Leipziger Energiekonzern VNG bewertet die aktuelle Versorgungslage mit Erdgas trotz vergleichsweise niedriger Speicherstände als stabil. Nach Angaben des Unternehmens sind die eigenen Speicher derzeit zu rund 36 Prozent gefüllt, bundesweit liegt der Füllstand bei gut 32 Prozent (Stand: 1. Februar). Eine akute Gefährdung der Versorgungssicherheit sieht VNG nicht.

Die Speicher erfüllten in der laufenden Wintersaison ihre Funktion, indem sie bei hoher Nachfrage kurzfristig zusätzliche Mengen bereitstellen. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass die aktuell deutlich niedrigeren Füllstände als üblich den Druck auf das kommende Speicherjahr erhöhen könnten. In Verbindung mit einer anspruchsvollen Marktsituation könnte die Wiederbefüllung im Frühjahr und Sommer erschwert werden.

Als wesentliche Stabilitätsfaktoren nennt VNG langfristige Lieferverträge, unter anderem mit norwegischen Produzenten. Diese sorgten für planbare Bezugsmengen und trügen dazu bei, Preisspitzen abzufedern. Ergänzend spielten LNG-Importe eine wichtige Rolle, da sie zusätzliche flexible Mengen ins System bringen könnten.

Mit Blick auf die verbleibenden Winterwochen zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, dass Deutschland angemessen durch die Heizperiode kommt. Zwar führten knappe Marktbedingungen zu höheren Preisen, diese lägen jedoch weiterhin deutlich unter dem Krisenniveau des Jahres 2022.

Parallel mehren sich politische Forderungen nach einer strategischen Gas-Notreserve, um künftige Risiken abzufedern. VNG betont in diesem Zusammenhang die weiterhin zentrale Bedeutung von Gasspeichern als Element der Versorgungssicherheit – auch bei temporär niedrigen Füllständen.

Quelle und Foto: VNG Handel & Vertrieb GmbH