„Vision in Steel“ trifft Robotik bei Stahlbau Queck

von Hubert Hunscheidt

Die Claus Queck GmbH stand beim manuellen Verputzen von Brenn- und Plasmateilen vor den typischen Engpässen der Branche: schwankende Ergebnisse und hohe körperliche Belastung. Mit dem Einsatz des autonomen, KI gestützten Schleifroboters EasyGrinder von Teqram hat das Traditionsunternehmen diese Herausforderung gelöst. Das Ergebnis ist eine perfekt reproduzierbare Oberflächenqualität nach strengen Industrienormen, maximale Effizienz in der Produktion und eine spürbare Entlastung der Belegschaft. Ein Best-Practice-Beispiel, das zeigt, wie moderne Robotik Wettbewerbsvorteile sichert und den Fachkräftemangel entschärft.

Der Engpass in der Halle: Manuelle Nacharbeit bremst die Produktion

In vielen metallverarbeitenden Betrieben gehört das Schleifen und Verputzen von Bauteilen zu den anspruchsvollsten und gleichzeitig unberechenbarsten Prozessschritten. Auch bei der Claus Queck GmbH bildete dieser Bereich oft das Nadelöhr in der Fertigung. Die manuelle Bearbeitung war sehr zeitaufwendig und band wertvolle Fachkräfte an monotone, körperlich zehrende Tätigkeiten.

Schwankende Qualität und der Druck strenger Normen

Beim manuellen Schleifen sind Qualitätsunterschiede laut den Experten vor Ort schlichtweg unvermeidbar. Thomas Nehring beschreibt die Realität in der manuellen Bearbeitung pragmatisch: „Zwei Mitarbeiter werden immer unterschiedliche Qualität liefern – mit dem EasyGrinder gehören diese Schwankungen der Vergangenheit an.“

Vor dem Einsatz des Roboters war die Leistung eines einzelnen Mitarbeiters schlichtweg nicht den ganzen Tag über identisch. Faktoren wie Konzentration, Ermüdung oder die hohe körperliche Belastung hatten zwangsläufig Einfluss auf das Schliffbild. Besonders bei Großprojekten mit strengen Qualitätsstandards, wie sie beispielsweise die Deutsche Bahn fordert, stieß diese rein manuelle Bearbeitung an ihre wirtschaftlichen und prozessualen Grenzen.

Die Entscheidung: Qualität, Sicherheit und Entlastung im Fokus

Um die Prozesssicherheit langfristig zu garantieren und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen zu verbessern, entschied sich das Management für den Schritt in die Automatisierung. Die Wahl fiel auf den mit Vision & KI arbeitenden EasyGrinder von Teqram. Neben der reinen Wirtschaftlichkeit standen vor allem die garantierte Einhaltung des geforderten Vorbereitungsgrades P3 für die Deutsche Bahn sowie der Gesundheitsschutz der Belegschaft im Vordergrund der Investition.

Inbetriebnahme im Handumdrehen: Von Skepsis zu echter Begeisterung

Neue Technologien stoßen in Werkshallen anfangs oft auf Vorbehalte. Bei Queck verflog die anfängliche Skepsis jedoch in Rekordzeit. Dank der intuitiven Bedienung des Teqram-Systems wurde der Roboter schnell in die täglichen Abläufe integriert. Heute wird der KI-Roboter von den Mitarbeitern liebevoll „Linda“ genannt. Thomas Nehring bringt den unschlagbaren Vorteil der automatisierten Kollegin auf den Punkt: „Linda wird nicht krank und bekommt von schweren Bauteilen auch keine Rückenprobleme.“ Sie wird im Team nicht mehr als Konkurrenz, sondern als geschätzte Kollegin wahrgenommen.

Präzision auf Knopfdruck: Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten

Bei Queck übernimmt der EasyGrinder heute das präzise Verputzen und Schleifen von anspruchsvollen Brenn- und Plasmateilen. Der Bediener wählt lediglich die gewünschte Anarbeitungsqualität aus, woraufhin der Roboter jedes Bauteil autonom und nach exakt identischen Parametern abarbeitet. Selbst komplexe Geometrien und schwere Bauteile werden so mit konstantem Druck und perfektem Schliffbild finalisiert.

Messbare Ergebnisse: Ein starkes Signal an Kunden und Bewerber

Die Resultate sprechen für sich: Queck profitiert von einer absolut reproduzierbaren, dokumentierbaren Oberflächenqualität und minimierter Nacharbeit. Dies sichert dem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei anspruchsvollen internationalen Ausschreibungen. Zudem fungiert die sichtbare High-Tech-Modernisierung als starker Magnet im Recruiting, da junge Fachkräfte gezielt nach zukunftsorientierten Arbeitgebern mit ergonomischen Arbeitsplätzen suchen.

Über die Claus Queck GmbH

Die Claus Queck GmbH zählt seit mehr als 60 Jahren zu den bedeutenden Stahlbauunternehmen in Deutschland und ist sowohl national als auch international erfolgreich tätig. Unter dem Leitspruch „Vision in Steel“ realisiert das Unternehmen anspruchsvolle Stahlbauprojekte auf höchstem technischem Niveau. Besondere Kompetenz besitzt das Unternehmen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur (Brückenbau und Lärmschutz), im klassischen Industrie- und Anlagenbau sowie im Sportstättenbau. Zahlreiche Referenzen und Stahlbaupreise - von der Formel 1 Rennstrecke in Abu Dhabi bis hin zum Saarpolygon in Ensdorf - sind der Beleg für die langjährige Erfahrung und Kompetenz der Claus Queck GmbH.

Über Teqram

Teqram ist ein Pionier im Bereich der intelligenten Produktionsautomatisierung und entwickelt hochmoderne Robotersysteme für die Metall- und Blechbearbeitungsindustrie. Mit dem EasyGrinder bietet das Unternehmen eine autonome Lösung für das Schleifen, Entgraten und Verputzen, die ohne aufwendige Programmierung auskommt. Teqram kombiniert fortschrittliche Software, Vision-Systeme und robuste Hardware, um Fertigungsbetrieben weltweit zu mehr Effizienz, konstanter Qualität und besseren Arbeitsbedingungen zu verhelfen.

Quelle und Fotos: Teqram BV