Autor: von Alfons Woelfing

10.10.2018

Verbesserte Prozesse in der Rohrbearbeitung

Für das reibungslose Biegen von Rohren, beispielsweise durch digitale Kollisionstests, sorgt Hightech-Maschinenbauer Transfluid bereits seit einigen Jahren mit seiner Software t project. Die zunehmende Digitalisierung und Verbindung von Prozessen in der Rohrproduktion erfordert heute weitergehende Lösungen. Dafür haben die Experten bei Transfluid ihre Software weiterentwickelt und so aufgebaut, dass sie vernetzt genutzt und in Produktionsabläufe eingepflegt werden kann. Darüber hinaus ist sie auch für die Verarbeitung von Prozessdaten einsetzbar. Fertigungsdaten und Prozessschritte können einfach online aus einem vorhandenen ERP System abgerufen werden.
 
Alles unter Kontrolle: Trennliste und individuelle Markierung
 
Für eine wirtschaftlichere Rohrbearbeitung unterstützen die Software-Lösungen schon bei der Ermittlung von Zuschnittslängen für unterschiedliche Trennanlagen – insbesondere bei den orbitalen Transfluid t cut Maschinen zum spanlosen Trennen. Hierbei wird eine Trennliste generiert und der Zuschnitt automatisch so verbessert, dass die Rohr-Halbzeuge optimal, mit möglichst wenig Verschnitt genutzt werden können.
 
Damit das Bauteil im gesamten Prozess durchgehend identifizierbar bleibt, wird eine eindeutige Markierung mit allen wichtigen Daten aufgebracht, z. B. zu Biegeabläufen oder zu Verbindungssystemen. Der erforderliche Datentransfer kann über Schnittstellen aus dem CAD, ERP oder auch aus anderen Programmen erfolgen, die prozessrelevante Daten liefern.
 
Produktionsbegleitende Informationen auch zur Biegequalität
 
Beim Rohrbiegen schließt die Software vor dem Biegevorgang Kollisionen mit der Maschine, dem Werkzeug oder der Umgebung aus. Das CAD-Programm liefert online die notwendigen Maschinen- oder Werkzeugparameter. Für den Fall, dass ein Roboter Biegeaufgaben übernimmt, können die notwendigen Daten für den Prozess ohne die Programmierung des Roboters verarbeitet werden.
 
Damit sich insbesondere lange Rohre mit kleinem Durchmesser schwingungsfrei und sicher bearbeiten lassen, kann die Software bei allen Transfluid-Maschinen die Biegegeschwindigkeit produktspezifisch anpassen. Ein Software-Modul erfasst den Fertigungsstand und versorgt übergeordnete Systeme mit produktionsbegleitenden Informationen über diese Situation und die Fertigungsqualität (CPK). So sorgt die Transfluid-Software vernetzt für einen effizienteren Produktionsablauf.
 
 
Bildtext (Vorschaufoto): Für den Fall, dass ein Roboter Biegeaufgaben übernimmt, können die notwendigen Daten für den Prozess ohne die Programmierung des Roboters verarbeitet werden.
Bildtext (Beitragsfoto): Die Transfluid-Software t project ermittelt beispielsweise Biegezeiten, präzise Trennlängen und dokumentiert Rohrdaten.