Valentin Kaltenbach wird Co-CEO von Zirkel Technologies
von Hubert Hunscheidt
Seit September führt Valentin Kaltenbach die Zirkel Technologies GmbH als Co-CEO und Gesellschafter gemeinsam mit Gründer Kapil Gupta. Mit der neuen Doppelspitze will das Unternehmen insbesondere die Verbindung zwischen Maschinen und Materialfluss auf dem Shopfloor sowie übergeordneten ERP-, CRM- und Datenplattformen vorantreiben.
Kaltenbach bringt langjährige Erfahrung aus der Stahlbearbeitung mit. Mehr als zwei Jahrzehnte führte er die KALTENBACH-Gruppe, einen Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Stahlbearbeitung mit rund 500 Beschäftigten weltweit. Anschließend gründete er KALTENBACH.SOLUTIONS und beschäftigte sich dort mit der Digitalisierung von Produktionsprozessen – von der Maschine über den Materialfluss bis zur Auftragsverfolgung.
Zirkel Technologies setzt auf der anderen Seite der industriellen Wertschöpfungskette an. Das Unternehmen ist seit 2016 als herstellerneutrales Beratungs- und Implementierungshaus für den industriellen Mittelstand tätig. Mehr als 400 Berater und Ingenieure arbeiten an sechs Standorten in Frankfurt am Main, Wien, Zürich, Oakville, Riga und Noida. Zu den Schwerpunkten zählen SAP S/4HANA, Salesforce, Microsoft Dynamics 365, MuleSoft sowie Data & AI und kundenspezifische Softwareentwicklung.
„Valentin bringt kein Netzwerk mit. Er bringt dreißig Jahre Vertrauen zu den Menschen mit, die die deutsche Industrie tatsächlich führen. Das lässt sich nicht einstellen. Man kann es sich nur erarbeiten – und er hat es sich erarbeitet“, sagt Kapil Gupta, Gründer und Co-CEO von Zirkel Technologies.
Vom ERP bis zur Maschine
Mit Kaltenbach will Zirkel Technologies insbesondere eine in vielen produzierenden Unternehmen bestehende Schnittstelle adressieren: Während ERP- und CRM-Systeme Unternehmens- und Auftragsdaten abbilden, entstehen auf dem Shopfloor zahlreiche Maschinen-, Produktions- und Materialflussdaten, die häufig nicht durchgängig in die übergeordneten Systeme integriert sind.
„Ich habe meine Laufbahn auf der Shopfloor-Seite der Digitalisierung verbracht. Zirkel Technologies bringt die Tiefe im Enterprise Engineering mit, um sie bis ins ERP und darüber hinaus zu tragen. Genau diese Kombination ist der Grund, warum ich hier bin“, erklärt Kaltenbach.
Für die kommenden Monate kündigt Zirkel Technologies zudem eine IoT-Plattform an, die Ressourcen auf dem Stahl-Shopfloor in Echtzeit sichtbar, messbar und steuerbar machen soll. Die Lösung soll insbesondere für die Nachrüstung bestehender Anlagen ausgelegt sein.
Ziel ist eine durchgängige vertikale Integration vom CRM über das ERP bis in die Produktion. Auftragsstatus, Kapazitäten und Termintreue sollen damit unmittelbar aus dem Shopfloor in die Systeme von Vertrieb und Produktionsplanung einfließen können.
Quelle und Foto: Zirkel Technologies GmbH