UNDP: Investitionen statt Krisenmanagement sind Schlüssel für nachhaltige Entwicklung
von Dagmar Dieterle-Witte
Der Administrator des United Nations Development Programme (UNDP), Alexander De Croo, hat auf der Hamburg Sustainability Conference 2026 für deutlich höhere Investitionen in nachhaltige Entwicklung geworben. Steigende Ausgaben für fossile Energieträger gefährdeten weltweit die Finanzierung der Energiewende und langfristiges Wirtschaftswachstum.
Nach Ansicht von Alexander De Croo, Administrator des United Nations Development Programme (UNDP), steht die internationale Entwicklungszusammenarbeit an einem Wendepunkt. Auf der Hamburg Sustainability Conference erklärte er, das bisherige Entwicklungsmodell müsse an die veränderten geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden.
De Croo betonte, Investitionen in nachhaltige Entwicklung seien weiterhin der wirksamste Weg, um Wohlstand, Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu schaffen. Gleichzeitig verwies er auf die Folgen aktueller Konflikte, die weit über die unmittelbar betroffenen Regionen hinausreichten und erhebliche Auswirkungen auf die globale Entwicklung hätten.
Kritisch äußerte sich der UNDP-Chef zu den weltweit gestiegenen Subventionen für fossile Energieträger. Diese seien in den vergangenen Monaten auf rund 1,1 Billionen US-Dollar angewachsen und würden finanzielle Mittel binden, die für Investitionen in nachhaltige Technologien und die Energiewende dringend benötigt würden.
Für die wirtschaftliche Entwicklung sei entscheidend, dass Staaten nicht nur auf Krisen reagierten, sondern langfristig in stabile und inklusive Volkswirtschaften investierten. Nachhaltige Entwicklung könne zugleich einen wichtigen Beitrag zur Konfliktprävention leisten.
Mit Blick auf die Ukraine unterstrich De Croo, dass sich die internationale Gemeinschaft bereits heute auf den Wiederaufbau vorbereiten müsse. Frieden bedeute nicht nur das Ende militärischer Auseinandersetzungen, sondern auch den Wiederaufbau staatlicher Strukturen, wirtschaftlicher Stabilität und gesellschaftlicher Perspektiven.
Die Hamburg Sustainability Conference leiste hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringe. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten seien Dialog und internationale Zusammenarbeit entscheidend, um nachhaltige Lösungen gemeinsam voranzubringen.
Fotos: marketSTEEL
Mehr Informationen: https://www.sustainability-conference.org/en/