Tool Mover: Werkzeugwartung für schwere Werkzeuge

Aalen - Cooler Move für schwere Werkzeuge und Formen: Wo früher ein Kran und mindestens zwei Mitarbeiter nötig waren, um tonnenschwere Werkzeuge von Spritzgussmaschinen oder voluminöse Maschinenteile auszubauen, kommt jetzt der Tool Mover von RUD in Spiel. Der neue Werkzeugwender bietet dem Anwender einen deutlich größeren Tisch bei absolut niedriger Arbeitshöhe. Das ist gut für das Werkzeug und auch für Betriebs- und Werkstattleiter, Arbeitssicherheits-Beauftragte und Controller: Die Handhabung von Werkzeugen erfolgt mit dem Tool Mover sicher, effizient und prozessoptimiert.

Der Tool Mover von RUD ist in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich, die kleinste Slim-Variante zum Beispiel nimmt  mit seiner Tischauflage von nur 800 mm Breite Traglasten bis zu zehn Tonnen auf. Das Tool Mover-System ist prädestiniert für den Einsatz im Werkzeug- und Formenbau, der Spritz- und Druckgusstechnik, Stanz-, Biege- und Umformtechnik, aber auch in den Bereichen Automotive, Elektronik- oder in der Verpackungsindustrie.

Ergonomie und Arbeitssicherheit im Blick

Beim neuen Tool Mover System ist beim kleinsten Modell die Arbeitsfläche auf einer Höhe von 595 mm. „Uns war wichtig, dass wir den Anwendern ein besonders ergonomisches Arbeiten ermöglichen. Durch die niedrige Arbeitshöhe kann man ein geöffnetes Werkzeug direkt auf dem Tisch warten. Das dient der Gesunderhaltung der Mitarbeiter und senkt auch die Rüstkosten“, sagt Klaus Pfaffeneder, Leiter der Konstruktionsabteilung von RUD Ketten (Fördern & Antreiben).

Der Tool Mover revolutioniert die Abläufe in der Wartung und ermöglicht ein BGV-konformes sicheres Arbeiten. „Wer Lasten mit dem Kran über den Hallenboden schleift oder schrägzieht, der arbeitet nicht nur brandgefährlich, sondern auch gegen die aktuellen Normen“, so Anne Kühling, Produktmanagerin für den Bereich Antriebs- und Fördertechnik bei RUD Ketten.

Schneller als der Kran

Der Werkzeugwender Tool Mover ist für axiale Drehbewegungen von Werkzeugen und Maschinenkomponenten bis zu 64 Tonnen ausgelegt und garantiert so ein sicheres Drehen und Wenden von Schwergewichten. Das Wenden der Last geschieht im Wesentlichen im Schwerpunkt und damit absolut sanft. Der Tool Mover von RUD ist mit dem High-End-Antriebssystem aus dem Tecdos-Programm ausgestattet. Herzstück ist der Omega Drive, der für die perfekte Rotation im Wendevorgang sorgt.

Im Vergleich zum Werkzeughandling mit einem Kran ist das Wenden mit dem Tool Mover doppelt so schnell: Es dauert nicht einmal eine Minute. Stecker oder Kühlschläuche, die bei der Kranwartung aus Sicherheitsgründen oft abmontiert werden müssen, können beim Wenden mit dem Tool Mover dranbleiben.

Revolution in der Planung

Mit einem Tool Mover kann man unter Umständen sogar ganz auf die teure Investition einer Kraninstallation verzichten. Denn die Wendevorrichtung lässt sich mit einem Flurförderfahrzeug (Gabelstapler, Hubwagen, etc.) verfahren und kann daher überall im Betrieb eingesetzt werden. Das bietet Unternehmen neue Möglichkeiten in der Hallenplanung, die Wartungslogistik wird flexibler. Zudem wird die Infrastruktur wie beispielsweise der Werkstattboden, geschont, da die zu wartenden Werkzeuge und Maschinenkomponenten ja nicht mehr quer durch die Halle über den Boden gezogen werden müssen.

Breites Sortiment

Den Tool Mover fertigt RUD am Hauptsitz in Aalen. Er ist in sechs Standardgrößen verfügbar und eignet sich für die verschiedensten Werkzeuggrößen. In der kleinsten Ausführung mit einer Tischauflage von 800 x 1300 mm (L x B) schafft er bis zu 10 Tonnen Gewicht. Als Typ THS 64, der größten Standardausführung, wendet er auf seiner 3500 x 2500 mm großen Tischauflage (L x B) sanft und sicher bis zu 64 Tonnen schwere Werkzeuge und Maschinenkomponenten.

Besonders praktisch sind auch die Tool Mover Bediengeräte, mit denen Mitarbeiter den Wendetisch per Funksteuerung sicher und bequem von außerhalb der Gefahrenzone bedienen können.


Über RUD:

Die RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, 1875 von Carl Rieger und Friedrich Dietz im schwäbischen Aalen gegründet, erzielt mit über 1.700 Mitarbeitern in über 120 Ländern einen jährlichen Umsatz von über 200 Millionen Euro. Im Bereich Reifenketten, Anschlagketten und Kettensysteme gilt RUD als Weltmarktführer. An Standorten in Deutschland, Australien, Brasilien, China, Indien, Rumänien und den USA produziert das Familienunternehmen intelligente Lösungskonzepte mit Ketten und Bauteilen. Dazu zälhen neben Anschlagmitteln und Gleitschutzketten auch Hebezeugketten- und Fördersysteme. Mit der Marke Erlau stellt das deutsche Traditionsunternehmen außerdem Reifenschutzketten und Objekteinrichtungen für den Innen- und Außenbereich her.

Quelle und Bilder: RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Bereich Fördern & Antreiben 

Zurück