Thyssenkrupp könnte DRI-Anlage zunächst ohne Wasserstoff betreiben
von Hubert Hunscheidt
Thyssenkrupp Steel befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Anpassung der Förderbedingungen für seine neue Direktreduktionsanlage in Duisburg. Hintergrund sind veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die aus Sicht des Unternehmens derzeit fehlenden Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Einsatz von Wasserstoff zum geplanten Betriebsstart.
Rund zwei Drittel der Projektkosten von etwa drei Milliarden Euro werden vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Unterstützung war ursprünglich an den Einsatz von Wasserstoff in der DRI-Anlage gekoppelt. Nun sollen die Bedingungen so geändert werden, dass die Anlage zunächst auch ohne Wasserstoff betrieben werden kann.
Nach Angaben von Thyssenkrupp-Finanzvorstand Axel Hamann hat die Europäische Kommission der geplanten Änderung der Förderregeln zugestimmt und deren Vereinbarkeit mit dem EU-Beihilferecht bestätigt. Damit könne die Bundesregierung die entsprechenden Anpassungen der Förderbescheide vornehmen. Die Anlage soll grundsätzlich weiterhin auf den späteren Einsatz von grünem Wasserstoff ausgelegt sein.
Quelle: Steel Orbis / Foto: Thyssenkrupp Steel Europe AG