Tata Steel und Ecocem entwickeln CO₂-arme Zementlösungen aus Stahlschlacken

von Hubert Hunscheidt

Tata Steel IJmuiden und Ecocem Materials haben eine Absichtserklärung zur Weiterentwicklung CO₂-armer Zementlösungen unterzeichnet. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Nutzung von Stahlschlacken aus der Stahlproduktion als alternative Bindemittel für Zement, Mörtel und Beton.

Neben der bereits etablierten Nutzung von granuliertem Hochofenschlackensand (GBS) konzentriert sich die Kooperation künftig verstärkt auf LD-Konverter-Schlacke (BOF) sowie Elektroofen-Schlacke (EAF). Diese Materialien sollen als Ersatz für klinkerhaltige Bestandteile eingesetzt werden – dem CO₂-intensivsten Bestandteil der Zementproduktion.

Durch den Einsatz alternativer Materialien wollen beide Unternehmen die CO₂-Emissionen der Bauindustrie senken und gleichzeitig industrielle Nebenprodukte hochwertiger verwerten. Die Kooperation soll zudem neue nachhaltige Betonlösungen für Bauunternehmen und Planer in Europa ermöglichen.

Nach Angaben der Unternehmen unterstützt die Vereinbarung die Entwicklung zirkulärer Wertschöpfungsketten und gilt als weiterer Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Stahl- und Zementindustrie.

Quelle und Foto: Tata Steel Nederland