Swedish Steel Prize 2027: SSAB sucht innovative Anwendungen
von Hubert Hunscheidt
Der internationale Stahlpreis Swedish Steel Prize geht in die nächste Runde. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entwickler aus aller Welt können sich ab sofort mit innovativen Produkten, Methoden und Verfahren bewerben, bei denen hochfeste Stähle eine entscheidende Rolle spielen. Der vom schwedischen Stahlhersteller SSAB ins Leben gerufene Wettbewerb zeichnet seit 1999 technische Entwicklungen aus, die neue Anwendungsmöglichkeiten für Stahl erschließen.
Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die durch den gezielten Einsatz hochfester Stähle technische Verbesserungen ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise höhere Leistungsfähigkeit, verbesserte Produkteigenschaften oder ein effizienterer Materialeinsatz. Entscheidend ist, dass die besonderen Eigenschaften des Werkstoffs wesentlich zur Innovation beitragen.
„Der Swedish Steel Prize ist eine Feier von Innovation, Ingenieurskunst und Wissensaustausch. Wir suchen nach Anwendungen, die die Grenzen unserer Vorstellungskraft erweitern“, erklärt Eva Petursson, Vorsitzende der Jury und Leiterin Forschung und Innovation bei SSAB.
Innovation, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zählen
Die eingereichten Beiträge werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Zu den Auswahlkriterien gehören Innovationsgrad, Kreativität, Nachhaltigkeit, Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Voraussetzung für eine Nominierung ist, dass das vorgeschlagene Produkt wirtschaftlich tragfähig ist und mindestens als Prototyp existiert. Bei neuen Produktionsmethoden oder Verfahren muss die praktische Eignung für den industriellen Einsatz bereits getestet und dokumentiert sein.
Die Bewerbungsfrist endet am 17. Januar 2027. Die Einreichung ist hier möglich.
Preisverleihung im Juni 2027 in Stockholm
Der Gewinner wird während der Swedish Steel Prize Days vom 1. bis 3. Juni 2027 in Stockholm bekannt gegeben. Die Veranstaltung bringt Fachleute aus Stahlindustrie, Forschung und Entwicklung zusammen und bietet Gelegenheit zum Austausch über neue Werkstofftechnologien und deren industrielle Anwendungen.
Der Preisträger erhält neben einem Diplom eine vom Bildhauer Jörg Jeschke gestaltete Statuette. Darüber hinaus spendet SSAB im Rahmen der Veranstaltung 100.000 schwedische Kronen für wohltätige Zwecke.
Volkswagen gewann den Swedish Steel Prize 2025
Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die Volkswagen Group aus Deutschland. Prämiert wurde das Herstellungsverfahren SIBORA®, das neue Möglichkeiten zur Optimierung von Sicherheitskomponenten im Automobilbau eröffnet.
Die Technologie ermöglicht Verbesserungen bei der Crashperformance und zeigt, wie sich die Eigenschaften hochfester Stähle für anspruchsvolle industrielle Anwendungen nutzen lassen.
Mit der Ausschreibung für 2027 setzt SSAB den Wettbewerb fort, der innovative Werkstoffanwendungen und deren Entwickler international sichtbar machen soll.
Quelle und Bild: SSAB AB