Studie: Gießerei-Industrie sichert Millionen Arbeitsplätze in Deutschland

von Hubert Hunscheidt

Die deutsche Gießerei-Industrie ist ein zentraler Pfeiler der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG), die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellt wurde.

Nach den Ergebnissen sichert jeder Arbeitsplatz in der Gießerei-Industrie weitere 55 Arbeitsplätze in gussintensiven Wertschöpfungsketten. Zudem gaben rund zwei Drittel der befragten Kunden an, auf leistungsfähige Gießereien in Deutschland angewiesen zu sein.

Der BDG sieht darin den Nachweis, dass die Branche weit über ihre eigentliche Produktion hinaus eine Schlüsselrolle für zahlreiche Industriezweige spielt. Gusskomponenten sind unverzichtbar für den Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilindustrie, den Fahrzeugbau, die Energie- und Infrastrukturtechnik sowie zahlreiche weitere industrielle Anwendungen.

Gleichzeitig macht die Studie auf die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Gießereien aufmerksam. Trotz hoher Qualität, Innovationskraft und Lieferzuverlässigkeit gerieten die Unternehmen zunehmend unter Druck. Steigende Energie- und Standortkosten führten zu wachsenden Importen, sinkender Produktion und weiteren Werksschließungen.

Der Verband fordert deshalb eine wirtschaftspolitische Reformagenda, die die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland stärkt und die besonderen Herausforderungen energieintensiver mittelständischer Unternehmen stärker berücksichtigt.

Nach Einschätzung des BDG unterstreicht die Untersuchung die strategische Bedeutung der Gießerei-Industrie für industrielle Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und die Zukunft des Produktionsstandorts Deutschland.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

Quelle: BDG Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V. / Foto: Fotolia