Stegra baut maritime Logistikkette für Stahlwerk in Boden auf

von Hubert Hunscheidt

Stegra hat die Partner für die maritime Logistik seines im schwedischen Boden entstehenden Stahlwerks ausgewählt. ESL Shipping, Royal Wagenborg, Pangaea Logistics Solutions und Clarksons sollen unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Seetransporte übernehmen. Damit konkretisiert das Unternehmen einen weiteren Teil seiner Lieferkette für Rohstoffe, Schrott und die später produzierten Stahlprodukte.

Die Seelogistik soll sowohl die Versorgung des Standorts Boden als auch den Transport der dort hergestellten Produkte zu Service-Centern und Kunden in verschiedenen Teilen Europas sicherstellen. Dazu gehört unter anderem die Anlieferung von Stahlschrott und Eisenerz.

ESL Shipping und Wagenborg übernehmen Europaverkehre

ESL Shipping wird innerhalb des europäischen Transportnetzes sowohl Einsatzstoffe als auch Fertigprodukte befördern. Stegra verweist dabei insbesondere auf die Erfahrung des Unternehmens im Ostseeverkehr.

Auch Royal Wagenborg soll Transporte von Rohstoffen und Stahlprodukten innerhalb Europas übernehmen. Für die Verkehre in Nordeuropa spielen nach Angaben von Stegra vor allem die Erfahrungen des Unternehmens in der Ostsee, die Eisklasse seiner Schiffe und die vielseitige Flotte eine Rolle.

Für die Versorgung mit Eisenerz hat Stegra Pangaea Logistics Solutions ausgewählt. Das Unternehmen ist auf den Transport trockener Massengüter spezialisiert und verfügt unter anderem über Erfahrung mit Eis-Klasse-Schiffen und Transporten unter arktischen Bedingungen.

Clarksons berät bei Aufbau der Seelogistik

Clarksons begleitet Stegra als strategischer Berater beim Aufbau der maritimen Lieferketten. Der Schiffsmakler bringt seine Expertise bei der Konzeption und Umsetzung skalierbarer und möglichst CO₂-armer Seefrachtlösungen ein.

„Mit diesen vier erfahrenen Partnern und ihren sich ergänzenden Kompetenzbereichen erhalten wir robuste, skalierbare und effiziente maritime Lieferketten für unseren Betrieb in Boden“, erklärt Jenny Marin, Head of Logistics bei Stegra.

Die Vereinbarungen ergänzen bereits bestehende Logistikpartnerschaften. Stegra hatte zuvor Kooperationen mit den schwedischen Häfen Luleå, Skellefteå und Umeå vereinbart. Zudem besteht eine Vereinbarung mit dem staatlichen schwedischen Bahnbetreiber Green Cargo für Schienentransporte zwischen den Häfen und dem Stahlwerk in Boden.

Damit nimmt neben der Produktionsanlage zunehmend auch das Logistiknetz rund um das neue Stahlwerk konkrete Formen an. Es soll die Versorgung mit Einsatzstoffen ebenso absichern wie die spätere Distribution der Stahlprodukte auf dem europäischen Markt.

Quelle und Foto: Stegra