Steel Networking Summit bringt internationale Stahlbranche nach Istanbul

von Hubert Hunscheidt

Wie verändern Handelskonflikte, neue Produktionskapazitäten und die wachsende Bedeutung Asiens und der MENA-Region die internationalen Stahlmärkte? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Steel Networking Summit 2026, der vom 25. bis 27. Oktober im Swissotel in Istanbul stattfindet. Erwartet werden nach Angaben des Veranstalters mehr als 400 Teilnehmer, davon über 200 aus dem Ausland und aus insgesamt mehr als 80 Ländern.

Auf dem Programm stehen neben der weltwirtschaftlichen Entwicklung vor allem die Folgen einer zunehmend fragmentierten Handelspolitik für die Stahlindustrie. Eine eigene Session beschäftigt sich mit der Zukunft der Branche vor dem Hintergrund von Handelskonflikten, wirtschaftlichen Veränderungen und neuen Herausforderungen. Weitere Diskussionsrunden nehmen die transatlantischen Stahlmärkte, handelspolitische Maßnahmen, Industriepolitik, die grüne Transformation und die internationale Wettbewerbsfähigkeit in den Blick.

Asien und MENA gewinnen an Bedeutung

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Verschiebung der internationalen Stahlmärkte. Diskutiert werden Kapazitätsausbau, Investitionen und Nachfrageentwicklung in Ost- und Südostasien sowie in den Golfstaaten und der MENA-Region. Dabei geht es auch um die Frage, wie diese Regionen künftig den internationalen Stahlhandel beeinflussen werden.

Die Türkei selbst steht ebenfalls im Fokus. Eine eigene Session widmet sich ihrer Rolle als strategischer Partner in internationalen Stahllieferketten. Ergänzt wird das Konferenzprogramm durch B2B-Gespräche und Networking-Formate.

KI und intelligente Produktion auf der Agenda

Neben Markt- und Handelsthemen beschäftigt sich der Summit mit der technologischen Entwicklung der Stahlindustrie. Eine Session ist künstlicher Intelligenz, Smart Technologies, Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Transformation gewidmet.

Zu den angekündigten Rednern gehören unter anderem Uğur Dalbeler, Chairman der World Steel Association und der Turkish Steel Exporters' Association, Fuat Tosyalı, Chairman von Tosyalı Holding und der Turkish Steel Producers Association, EUROFER-Chairman Henrik Adam sowie Vertreter von ArcelorMittal, Danieli, Primetals Technologies, EUROMETAL und weiteren Unternehmen und Verbänden der internationalen Stahlindustrie.

Der Veranstalter versteht den Steel Networking Summit dabei ausdrücklich nicht nur als Konferenz, sondern als internationale Plattform für Stahlproduzenten und -händler, Rohstofflieferanten, Anlagenbauer, Logistikunternehmen, Finanzdienstleister und Branchenverbände.

Quelle und Bild: Steel Networking Summits