Standort unter Druck – die deutschen Gießereien im Strukturwandel

von Hubert Hunscheidt

Welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und welche Innovationen führen aus der Krise? Darüber spricht die Branche am 20./21. Mai auf dem Deutschen Gießereitag in Göttingen.

Unter dem Motto „Standort unter Druck – die deutschen Gießereien im Strukturwandel“ steht insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Gießereien angesichts multipler wirtschaftspolitischer Herausforderungen im Fokus des größten Branchentreffens der Gießerei-Industrie in Deutschland. Wo Deutschland bei den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen steht und was hinsichtlich besserer Wettbewerbsfähigkeit passieren müsste, werden in der Einstiegssession insbesondere Dr. Jochen Andritzky, Volkswirt und Buchautor („Visionen braucht das Land“), Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, Wolfgang Niedermark, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sowie Thilo Brodtman, Hauptgeschäftsführer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Talk mit dem veranstaltenden BDG herausarbeiten. Im Folgenden thematisieren weitere Sessions die Kernthemen der Branche.

Von Wirtschaftspolitik zu Unternehmensprozessen – die Sessions

Die Gießerei-Industrie nimmt eine Schlüsselrolle in der industriellen Wertschöpfung des Standorts Deutschlands und Europas ein. Als Zulieferer zentraler Industriebranchen sind die mehrheitlich mittelständischen Unternehmen über ihre direkte Produktion hinaus essenzieller Bestandteil resilienter Lieferketten und vom strukturellen Wandel des Geschäftsmodells Deutschland besonders betroffen. Die Gießereien stehen zurzeit vor wichtigen strategischen Weichenstellungen für die Zukunft, die ihnen besonders im Zusammenhang mit der Transformation hohe Investitionen abverlangen werden.

Neben den eingangs genannten Speakern diskutieren u.a. Verena Kämmerling, Sprecherin der CDU-Fraktion für die Arbeitskreise Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie Mitglied des Landtags Niedersachsen, BDG-HGF Dr. Martin Theuringer und Dr. Henry Goecke, Geschäftsführer Institut der deutschen Wirtschaft Consult (IW) in Panels zu folgenden Themenblöcken:

Die Sessions im Einzelnen:

  • Wettbewerbsfähigkeit sichern: Welche Industrieagenda braucht Deutschland?
    Die Session ordnet ein, welche wirtschaftspolitischen Voraussetzungen eine wettbe-werbsfähige Gießerei-Industrie am Standort braucht.
  • Neue Weltordnung, neue Spielregeln: Was bedeuten sie für die Gießerei-Industrie?
    Im Fokus steht die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts angesichts neuer geo- und han-delpolitischer Veränderungen.
  • Von Netzentgelt bis Strompreis: Wie erhalten wir die Gießerei-Industrie am Standort?
    Fokus auf ein hochkomplexes, essenzielles Branchenthema: wettbewerbsfähige Energie-kosten und bezahlbarer, ausreichend verfügbarer grüner Strom am Standort.
  • Forschung und Innovation in die Gießerei: Wie gelingt der Transfer in die Praxis?
    Eine starke vorwettbewerbliche Forschung für den Mittelstand ist ein Standortvorteil Deutschlands – erst in der Praxis der Gießereien wird sie zum Wettbewerbsvorteil.
  • Lessons Learned in der Digitalisierung: Ergebnisse aus drei Jahren ReGAIN-Forschungsarbeit
    Im August läuft das Digitalisierungsprojekt aus – drei Projektbeteiligte aus der Branche ziehen Bilanz.
  • Digitalisierung praktisch umsetzen: Ausbildung, Energiemanagement, Cyber-security
    Digitalisierung löst viele Herausforderungen – ein Überblick über Implementierung, Anwendungsfelder und Datensicherheit.

Tagesaktuelle Updates zu Sessions, Speakern sowie Links zu Anmeldung und Sponsoring sind zu finden sich hier.

Quelle und Bild: Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V.