Sinkende Neuzulassungszahlen im September

von Hubert Hunscheidt

Im September 2021 wurden 196.972 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Das sind -25,7 Prozent weniger als im September des Vorjahres. Die gewerblichen Neuzulassungen erreichten bei einem Rückgang von -25,9 Prozent einen Anteil von 63,8 Prozent, die privaten Neuzulassungen (36,2 %) gingen um -25,4 Prozent zurück.

Bei den deutschen Marken erreichte Smart mit 23,0 Prozent das stärkste Zulassungsplus, gefolgt von Porsche mit einem Plus von +3,9 Prozent. Die weiteren deutschen Marken verbuchten gegenüber dem Vergleichsmonat Rückgänge, die bei Ford (-51,3 %), Mercedes (-49,8 %) und Mini (-45,0 %) am deutlichsten ausfielen. Audi (-38,9 %), VW (-23,3 %) und BMW (-18,7 %) verbuchten ebenfalls zweistellige Rückgänge, Opel büßte -1,2 Prozent ein. Den größten Anteil an den Neuzulassungen erreichte VW mit 15,7 Prozent.

Bei den Importmarken zeigten sich bei Tesla (+157,8 %) und Polestar (+108,7 %) dreistellige Zulassungssteigerungen, DS (+73,8 %), Suzuki (+50,0 %), Lexus (+20,1 %) und Ssangyong (+12,7 %) erreichten zweistellige Steigerungen. Für die weiteren Importmarken verzeichnete die Statistik rückläufige Zulassungszahlen, die bei Jaguar mit -60,7 Prozent am deutlichsten ausfielen, gefolgt von Peugeot (-49,2 %), Alfa Romeo (-48,8 %), Skoda (-47,5 %), Nissan (-41,4 %) und Jeep (-41,2 %). Anteilsstärkste Importmarke war erneut Hyundai mit 5,3 Prozent, gefolgt von Skoda (4,8 %).

Im September 2021 verzeichnete die Oberklasse als einziges Segment ein positives Zulassungsergebnis (+19,5 %), ihr Anteil betrug 1,0 Prozent. Mehr als ein Viertel der Neuzulassungen waren Fahrzeuge aus dem SUV-Segment (27,1 %/-5,3 %). Der Kompaktklasse waren 17,3 Prozent (-38,8 %) der Neuwagen zuzuordnen. Kleinwagen erreichten einen Anteil von 16,1 Prozent, die Geländewagen (10,4 %/-23,3 %) und die Mittelklasse (10,1 %/-22,8 %) kamen trotz der Einbußen auf Anteile von mehr als 10 Prozent. Rückgänge von mehr als 50 Prozent mussten die Mini-Vans (0,7 %/-57,5 %) und die Obere Mittelklasse (2,1 %/-53,0 %) hinnehmen. Die Wohnmobile lagen um -10,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und erreichten einen Anteil von 2,5 Prozent an den Neuzulassungen.

Alternative Antriebe zeigten auch im September 2021 einen deutlichen Zuwachs, der bei den Elektro-Pkw (BEV) mit +58,8 Prozent und 33.655 Neuwagen am höchsten ausfiel. Ihr Anteil betrug 17,1 Prozent. 22.842 neu zugelassene Plug-in-Hybride bewirkten ein Plus von +13,5 Prozent und einen Anteil von 11,6 Prozent. Der Hybridanteil einschließlich der Plug-in-Hybride betrug bei 60.159 Neuzulassungen 30,5 Prozent (+11,3 %).

Die Neuzulassungen der Benziner gingen gegenüber dem Vorjahr um -41,4 % zurück, ihr Anteil betrug im September 2021 35,9 Prozent. 15,9 Prozent der Neuwagen waren mit einem Dieselantrieb ausgestattet (-53,9 %). Es kamen 906 Flüssiggas-Pkw (0,5 %/+12,0 %) und 190 Erdgas-Pkw (0,1/-68,6 %) zur Zulassung.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging um minus -16,9 Prozent auf 111,6 g/km zurück.

Die Neuzulassungen der Nutzfahrzeuge zeigten sich im Vergleich mit dem Vorjahresmonat durchweg rückläufig.

Bei den Kraftomnibussen betrug das Minus -26,3 Prozent, die Lastkraftwagen (Lkw) gingen um -19,5 Prozent zurück. Die Zugmaschinen insgesamt nahmen um -5,6 Prozent ab, darunter die Sattelzugmaschinen um -10,4 Prozent. Die Kraftradzulassungen gingen um -15,1 Prozent zurück. Insgesamt wurden 243.201 Kraftfahrzeuge (Kfz) (-24,0 %) und 28.479 Kfz-Anhänger (-7,9 %) neu zugelassen.

Im September 2021 wechselten 674.964 gebrauchte Kfz (-11,6 %) und 38.117 Kfz-Anhänger (-5,2 %) die Halterin beziehungsweise den Halter.

Quelle: KBA Kraftfahrt-Bundesamt / Foto: Fotolia

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