Autor: von Angelika Albrecht

11.07.2019

Schoeller Werk auf Wachstumskurs

Hellenthal - Im Rahmen ihres Zukunftskonzepts stellt sich die Schoeller Werk GmbH & Co. KG neu auf und baut ihre Position als Spezialist für die Herstellung von geschweißten und gezogenen Edelstahlrohren in Premiumqualität weiter aus. Für eine flexiblere strategische Ausrichtung wird die AK Feinrohr GmbH in Neuhaus am Rennweg Mitglied der Schoeller-Gruppe. Mit dem Kauf schafft das Schoeller Werk wichtige Synergien in der Herstellung von Edelstahlrohren: AK Feinrohr ist Spezialist für kalt nachgezogene Präzisionsrohre und ergänzt das bestehende Portfolio des Schoeller Werks mit ihrem Know-how am Fertigungsstandort in Thüringen. Die Kunden beider Werke profitieren durch eine hohe Flexibilität bei der Bestellung hochqualitativer Edelstahlrohre.

AK Feinrohr ist ein international tätiger Hersteller von geschweißten und kalt nachgezogenen Präzisionsrohren sowie Profilen aus rost-, säure- und hitzebeständigen Stählen mit Hauptsitz in Neuhaus/Thüringen. Das Unternehmen ist seit 1982 erfolgreich am Markt und beschäftigt heute 130 Mitarbeiter. Jährlich verarbeitet AK Feinrohr etwa 2.000 Tonnen Edelstahl. 2018 konnte so ein Umsatz von 13,5 Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Um seine Markstellung langfristig zu sichern und auszubauen, hat das Schoeller Werk im Frühjahr 2018 ein Zukunftsprogramm eingeleitet. Neben umfangreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sind dabei auch die Weiterentwicklung des Angebots und die Erschließung von neuen Zielbranchen im Fokus. Eine erste Maßnahme zur Stärkung der Marktposition der Schoeller-Gruppe im Stammgeschäft „geschweißtes Edelstahlrohr“ ist der Zukauf der AK Feinrohr GmbH. „Wir freuen uns über die zukünftige Zusammenarbeit mit AK Feinrohr. Unter Berücksichtigung unserer strategischen Überlegungen passt die Übernahme des Unternehmens sehr gut in unser neues Zukunftskonzept. Mit diesem Schritt stärken wir unsere Marktposition insbesondere im Segment der nachgezogenen Rohre“, erläutert Frank Poschen, Geschäftsführer der Schoeller Werk GmbH & Co. KG. „So können wir noch besser auf die zunehmenden Veränderungen von Rahmenbedingungen und Anforderungen des Marktes reagieren. Unser Ziel ist es, optimale Synergien zu schaffen, um für unsere Kunden am Markt bestmöglich agieren zu können.“
    
„Das Schoeller Werk ist der starke und strategische Partner an unserer Seite, den wir uns gewünscht haben“, erklärt Markus Zübert, Geschäftsführer der AK Feinrohr GmbH. „Die Übernahme durch die Schoeller Gruppe bindet uns in ein großes Netzwerk an, durch das wir partnerschaftlich wachsen und profitieren können.“ Die AK Feinrohr GmbH bleibt eine eigenständige Gesellschaft und wird mit Vollzug der Transaktion unter dem Namen Schoeller Feinrohr GmbH firmieren. Die Geschäftsführung bleibt bei Markus Zübert, der zukünftig durch Frank Poschen, langjähriger Geschäftsführer der Schoeller Werk GmbH & Co. KG, unterstützt wird.

Über die Schoeller Werk GmbH & Co. KG

Das Schoeller Werk ist einer der international führenden Hersteller von längsnahtgeschweißten Edelstahlrohren. Das 1827 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Hellenthal in der Eifel und beschäftigt dort über 1.000 Mitarbeiter. Das Produktportfolio umfasst WIG- und lasergeschweißte Edelstahlrohre sowie nachgezogene Präzisionsrohre. Diese liefert das Schoeller Werk in geraden Herstell- und Fixlängen sowie als Ringrohre. Das innovationsgetriebene Unternehmen entwickelt seine Anlagentechnologie und sein Produktportfolio entsprechend den Kunden- und Marktanforderungen kontinuierlich weiter. Grundlage für die qualitativ hochwertige Herstellung der Produkte ist ein moderner Maschinenpark. Jährlich werden hier rund 90 Millionen Meter Edelstahlrohre hergestellt und in den verschiedensten Anwendungen der Bereiche Automobil, Industrie und Energie eingesetzt.

Quelle und Vorschaubild: Schoeller Werk GmbH & Co. K

Vorschaubild: Vertragsunterzeichnung, (v.l.n.r.): Michael Gottschalk (Geschäftsführer der Schoeller Werk GmbH & Co. KG), Markus Zübert (Geschäftsführer der Schoeller Feinrohr GmbH, ehemals AK Feinrohr GmbH) und Frank Poschen (Geschäftsführer der Schoeller Werk GmbH & Co. KG).