Raketenangriff trifft ArcelorMittal-Werk in Krywyj Rih
von Hubert Hunscheidt
Das Stahlwerk ArcelorMittal Krywyj Rih in der Ukraine ist in der Nacht zum 16. August bei einem russischen Raketen- und Drohnenangriff getroffen worden. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung kamen zwei Menschen ums Leben, 14 weitere wurden verletzt. Elf Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Bei dem Angriff wurden Anlagen der Energieversorgung sowie des Hochofenbereichs beschädigt. ArcelorMittal setzte daraufhin einen Notfallplan in Kraft und stellte Teile der Produktion vorübergehend ein. Fachleute untersuchen derzeit die Schäden und prüfen, wann die betroffenen Anlagen wieder in Betrieb genommen werden können.
Produktion bereits deutlich unter Vorkriegsniveau
ArcelorMittal Krywyj Rih verfügt über eine integrierte Produktion von der Eisenerzgewinnung bis zum Walzstahl. Vor Beginn des Krieges lag die Stahlkapazität bei mehr als sechs Millionen Tonnen jährlich. 2025 produzierte das Werk 1,69 Millionen Tonnen Stahl und arbeitete zuletzt nach Unternehmensangaben mit etwa der Hälfte seiner Kapazität. Wie lange die aktuellen Produktionsunterbrechungen dauern werden, ist noch offen.
Quelle: UKRMedia.News / Foto: ArcelorMittal