Outokumpu nimmt Biokoks-Anlage in Tornio in Betrieb
von Hubert Hunscheidt
Outokumpu hat an seinem integrierten Edelstahlstandort im finnischen Tornio eine neue Agglomerationsanlage für Biokoks eingeweiht. In der Anlage wird Biokohle zu Biokoks verarbeitet, der in der Ferrochromproduktion fossilen Koks ersetzen kann. Das Investitionsvolumen beträgt rund 30 Millionen Euro.
Bei voller Produktionskapazität soll der Einsatz von Biokoks die CO₂-Emissionen um bis zu 82.000 Tonnen pro Jahr reduzieren können. Die Produktion in Tornio ist bereits angelaufen. Nach Angaben von Juha Erkkilä, Head of Outokumpu EvoCarbon, wird der Biokoks sowohl für den eigenen Bedarf als auch für externe Kunden hergestellt.
Weniger fossiler Koks für die Edelstahlproduktion
Die Investition ist Teil der Strategie von Outokumpu, den CO₂-Fußabdruck seiner Edelstahl- und Ferrochromproduktion weiter zu reduzieren. Bis 2030 will der Konzern die CO₂-Emissionen entlang seiner Wertschöpfungskette gegenüber dem Basisjahr 2016 um 42 Prozent senken. Biokoks soll insbesondere dazu beitragen, die direkten Emissionen aus der Produktion zu verringern.
Der Standort Tornio zählt zu den größten integrierten Produktionskomplexen für Edelstahl. Das dort hergestellte Ferrochrom weist laut Outokumpu bereits heute einen um 67 Prozent niedrigeren CO₂-Fußabdruck als der Branchendurchschnitt auf. Die neue Biokoks-Anlage soll diesen Vorteil weiter ausbauen.
Quelle und Foto: Outokumpu Oyj