Osnabrücker Startup für Innovationspreis Niedersachsen 2023 nominiert

von Angelika Albrecht

Die Altosens GmbH ist ein 2022 gegründetes Spin-Off des Fraunhofer-LBF. Ausgehend von der DELTA-C®-Technologie hat das Osnabrücker Startup Altosens eine kraftmessende Unterlegscheibe entwickelt, welche die Grundlage für ein Monitoring-System bildet, mit dem die Verfügbarkeit von Maschinen, Anlagen und Infrastruktur erhöht wird. Die Altosens GmbH wurde für den Innovationspreis 2023 des Landes Niedersachsen in der Kategorie „Wirtschaft“ nominiert. In dieser Kategorie werden kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen mit Projekten, die neue oder erheblich verbesserte Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen hervorbringen, ausgezeichnet. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies sowie des niedersächsischen Wissenschaftsministers Falko Mohrs.

Gründung nah an den Kunden

»Als Fraunhofer-Institut stehen wir laufend vor der Herausforderung, die von uns entwickelten Technologien an den Markt zu bringen. Es ist toll, wenn wie im Fall von Altosens Gründerpersönlichkeit, Technologie und die lokalen Randbedingungen für Startups zusammenpassen.«, freut sich Jan Hansmann, Techtransfer-Promotor am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und Teil des  Altosens-Teams. »Binnen eines Jahres haben wir es geschafft, ausgehend von der Fraunhofer-Technologie ein erstes eigenes Produkt zu entwickeln. Neben der guten Zusammenarbeit mit Fraunhofer war insbesondere die Unterstützung durch das Osnabrücker Startup-Ökosystem rund um das Seedhouse entscheidend. Dass dieses Projekt, das in Anspielung an die Bauform des Produkts den internen Arbeitstitel »der Flachmann« trägt, für den Innovationspreis des Landes Niedersachsen nominiert wurde, freut mich umso mehr.« so Altosens-Geschäftsführer Uwe Steinkamp.

Vom Lautsprecher zur kraftmessenden Unterlegscheibe

Die zugrundeliegende Technologie – es handelt sich um eine besondere Bauform so genannter Dielektrischer Elastomere – wurde vor über zehn Jahren am Fraunhofer LBF entwickelt. Die Technologie ermöglicht sowohl die Realisierung von Aktoren, wie beispielsweise Lautsprecher oder aktiven Schwingungsdämpfern, als auch von Sensoren. In den ersten Jahren fokussierte die Forschung am Fraunhofer LBF auf aktorische Anwendungen. »Als wir gemerkt haben, dass für industriell nutzbare Aktorlösungen noch Hemmnisse bestehen, aber der Bedarf nach innovativen Sensorlösungen am Markt groß ist, haben wir den Schwerpunkt unserer Forschung auf die Sensorik gelegt. Auch das gehört zur anwendungsorientierten Forschung.« erklärt Dr. William Kaal, Wissenschaftler am Fraunhofer LBF und einer der Miterfinder der DELTA-C®-Technologie.

 

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Über das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt steht seit 1938 für Sicherheit und Zuverlässigkeit von Leichtbaustrukturen. Mit seinen Kompetenzen auf den Gebieten Betriebsfestigkeit, Systemzuverlässigkeit, Schwingungstechnik und Polymertechnik bietet das Institut heute Lösungen für drei wichtige Querschnittsthemen der Zukunft: Systemleichtbau, Funktionsintegration und cyberphysische maschinenbauliche Systeme. Im Fokus stehen dabei Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen, wie Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion sowie Future Mobility, wie die Elektromobilität und das autonome, vernetzte Fahren. Die Auftraggeber kommen u.a. aus dem Fahrzeugbau, der Luftfahrt, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energietechnik, der Elektrotechnik, der Medizintechnik sowie der chemischen  Industrie. Sie profitieren von ausgewiesener Expertise der rund 400 Mitarbeitenden und modernster Technologie auf mehr als 17 900 Quadratmetern Labor- und Versuchsfläche.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF   / Bilder: Altosens GmbH

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