Die NORDWEST Handel AG hat im ersten Halbjahr 2026 trotz des anhaltend schwierigen konjunkturellen Umfelds ein stabiles Geschäftsvolumen erzielt. Zum 30. Juni erreichte der Konzern ein Geschäftsvolumen von 2,42 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 1,8 Prozent. Nach einem leichten Rückgang im ersten Quartal (-0,8 Prozent) sorgte insbesondere das zweite Quartal mit einem Plus von 4,4 Prozent für eine positive Entwicklung.
Wesentlicher Wachstumstreiber war erneut der Geschäftsbereich Stahl. Mit einem Geschäftsvolumen von 884,5 Millionen Euro erzielte dieser ein Plus von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend waren vor allem deutlich höhere abgesetzte Tonnagemengen. Auch das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft, das maßgeblich vom Stahlbereich getragen wurde, entwickelte sich mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent positiv. Das Lagergeschäft blieb dagegen mit einem Minus von 5,8 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück.
Ebenfalls leicht zulegen konnte der Geschäftsbereich TeamFaktor/Services. Das Geschäftsvolumen stieg um 1,3 Prozent auf 638,4 Millionen Euro.
Deutlich schwieriger blieb die Lage im Geschäftsbereich Bau. Das Geschäftsvolumen sank um 18,6 Prozent auf 186,0 Millionen Euro. Zwar legte das Lagergeschäft um 7,7 Prozent zu, der Rückgang im Zentralregulierungs- und Streckengeschäft von 20,3 Prozent konnte dadurch jedoch nicht ausgeglichen werden. Als Hauptursache nennt NORDWEST den Verlust eines großen Fachhandelspartners im zweiten Halbjahr 2025.
Der Bereich Handwerk & Industrie erreichte im ersten Halbjahr ein Geschäftsvolumen von 532,5 Millionen Euro und lag damit 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Nach einem schwachen ersten Quartal (-6,2 Prozent) zeigte sich im zweiten Quartal mit einem Plus von 4,5 Prozent eine spürbare Erholung. Das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft bewegte sich nahezu auf Vorjahresniveau (-0,2 Prozent), während das Lagergeschäft um 7,6 Prozent nachgab. Auch hier belastete der Wegfall eines bedeutenden Fachhandelspartners die Entwicklung.
Der Geschäftsbereich Haustechnik entwickelte sich ebenfalls vergleichsweise stabil. Mit einem Geschäftsvolumen von 175,2 Millionen Euro lag der Bereich lediglich 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Zum 30. Juni 2026 waren insgesamt 1.331 Fachhandelspartner an NORDWEST angeschlossen. Das sind zehn Partner mehr als zum Jahresende 2025. Insgesamt zeigt sich der Konzern angesichts der weiterhin schwachen Konjunktur mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr robust, wobei insbesondere das starke Stahlgeschäft die Gesamtentwicklung stützte.
Quelle: NORDWEST Handel AG / Foto: marketSTEEL