Wie das Unternehmen mitteilte, soll USSK ab Oktober 2026 unter dem Namen Nippon Steel Slovakia direkt in den Konzern integriert werden. Auch Ovako soll nach Abschluss der geplanten Integration von Sanyo Special Steel ab 2027 vollständig unter direkter Kontrolle von Nippon Steel stehen.
Mit dem Schritt verfolgt der japanische Stahlkonzern eine langfristige Wachstumsstrategie für Europa. Im Fokus stehen der Ausbau hochwertiger Stahlsegmente, die stärkere Nutzung technologischer Synergien sowie die Weiterentwicklung von Vertriebs- und Produktstrukturen.
Ovako produziert mit Elektrostahlroute Spezialstähle, Stabstahl und Walzdraht in Schweden und Finnland. US Steel Kosice zählt mit Hochofenroute und einer Kapazität von 4,5 Millionen Tonnen Rohstahl zu den wichtigsten Flachstahl- und Elektrobandherstellern in Mittel- und Osteuropa.
Nippon Steel erwartet insbesondere in Mittel- und Osteuropa steigende Stahlnachfrage, unter anderem durch die Verlagerung industrieller Wertschöpfungsketten in die Region.
Mit der neuen Struktur würde Nippon Steel zu den größten Stahlherstellern Europas zählen und sich hinter Konzernen wie ArcelorMittal, thyssenkrupp Steel, Tata Steel, SSAB, voestalpine oder Salzgitter einordnen. Zudem schafft die Neuaufstellung nach Einschätzung von Marktbeobachtern zusätzliche Perspektiven für den Standort Kosice und dessen Beschäftigte.
Quelle: Eurometal / Foto: marketSTEEL