Nickelpreis-Spike im Januar dürfte sich abschwächen
von Hubert Hunscheidt
Der starke Anstieg der Nickelpreise im Januar 2026 dürfte nach Einschätzung von MEPS International Ltd. nur von kurzer Dauer sein. Zwar kletterten die Preise für Dreimonatskontrakte an der London Metal Exchange von rund 15.000 US-Dollar je Tonne Mitte Dezember auf knapp 18.800 US-Dollar Ende Januar, doch ein anhaltendes globales Überangebot begrenzt das weitere Aufwärtspotenzial.
Auslöser des Preissprungs waren unter anderem Spekulationen über mögliche Förderkürzungen in Indonesien, dem weltweit größten Nickelproduzenten. Gleichzeitig wird der Markt jedoch weiterhin von einem strukturellen Überangebot geprägt: Für 2025 lag dieses bei rund 200.000 Tonnen, ein ähnliches Niveau wird auch für 2026 erwartet. Die LME-Lagerbestände sind zuletzt weiter gestiegen und schwächen die preisstützenden Effekte möglicher Angebotskürzungen deutlich ab.
Kurzfristig wirken sich die höheren Nickelpreise auf Edelstahlpreise aus, etwa über steigende Legierungszuschläge in Nordamerika. Mittelfristig rechnet MEPS jedoch mit einer Abschwächung des Preisniveaus, da das Überangebot den Markt weiterhin dominiert.
Quelle: MEPS International Ltd. / Foto: marketSTEEL (KI-generiert)