Neues Element für Laserhartlöten

von Alexander Kirschbaum

Holo/OR hat ein diffraktives optisches Element (DOE) entwickelt, das beim Laserlöten von feuerverzinken Blechen den Lötprozess beschleunigt. Gleichzeitig sorgt es nach Angaben des Unternehmens für bessere Schmelzleistung und sauberere Kanten. Das DOE aus UV Quarzglas hat einen Wirkungsgrad von 90% und teilt den Eingangsstrahl in drei Strahlen mit unterschiedlichen Durchmessern und Leistungsstärken. Zwei kleinere Leitstrahlen sorgen dafür, dass die Verzinkung vorgewärmt, gereinigt und für den Lötprozess vorkonditioniert wird. Der große Mittelstrahl übernimmt dann den eigentlichen Lötprozess. Durch die homogene Energieverteilung wird der Lötdraht gleichmäßig geschmolzen.

Beim Laserlöten wird der Lötdraht mit dem Laser geschmolzen, um zwei metallische Bauteile miteinander zu verbinden. Im Gegensatz zum Schweißverfahren werden die Teile selbst dabei nur minimal erwärmt. Bei feuerverzinkten Blechen bedeutet das, dass die Zinkschicht nur in einem sehr begrenzten Bereich verdampft und die Bleche sich bei der Verarbeitung nur geringfügig verformen. Daher hat sich das Hartlötverfahren mit dem Laser vor allem im Karosseriebau durchgesetzt, um Verbindungen mit hoher mechanischer Stabilität zu erreichen, ohne den Korrosionsschutz zu beeinträchtigen. Andererseits kommt es oft vor, dass Oxide und Verunreinigungen in der Zinkschicht an der Lötnaht Unregelmäßigkeiten wie Spritzer, Poren und unebene Oberflächen verursachen. Dieser Effekt wird durch das neue DOE verhindert.

Quelle: Laser Components   Bildtext: Darstellung DOE für Laserhartlöten (Foto: Laser Components)

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