Autor: von Angelika Albrecht

10.09.2019

Neuer saudischer Energieminister; China importiert mehr Rohöl

Frankfurt/M. - Energie:

Wie die Commerzbank mitteilt, hat Saudi-Arabiens König den Energieminister Khalid al-Falih von seinem Posten entbunden und als Nachfolger seinen eigenen Sohn und Bruder des Kronprinzen, Prinz Abdulaziz bin Salman, ernannt. Der Ölmarkt reagiert auf diese Nachricht positiv, die Ölpreise steigen um knapp 1%. Brent steigt nach Bankangaben am Montagmorgen auf 62 USD je Barrel, WTI bei 57 USD.

Es wird erwartet, dass der neue Energieminister die Politik seines Vorgängers fortsetzt, d.h. das Ölangebot knapp hält. In den letzten Monaten hatte Saudi-Arabien die Ölproduktion deutlich stärker gekürzt als laut "OPEC+"-Abkommen eigentlich notwendig wäre.

China hat im August wieder mehr Rohöl importiert. Laut Daten der Zollbehörde beliefen sich die Einfuhren auf 42,17 Mio. Tonnen, was einer Tagesmenge von 9,93 Mio. Barrel entspricht. Laut Commerzbank waren das rund 1 Mio. Tonnen bzw. 3% mehr als im Vormonat. Das Vorjahresniveau wurde um knapp 10% übertroffen. In den ersten acht Monaten belaufen sich die Rohölimporte Chinas auf 327,8 Mio. Tonnen (9,85 Mio. Barrel pro Tag), was 9,6% über der Menge im entsprechenden Vorjahreszeitraum liegt.

Industriemetalle: Schwache chinesische Handelsdaten lasten auf Preisen


Nach Angaben von Commerzbank Research legten die Metallpreise am Freitag leicht auf ein 6-Wochenhoch zu, nachdem die chinesische Zentralbank den Mindestreservesatz für Banken um 50 Basispunkte gesenkt und so Liquidität von rund 900 Mrd. CNY freigesetzt hatte. Am Montagmorgen starteten die Metalle aber mit Abschlägen in die neue Handelswoche. Kupfer handelt bei gut 5.800 USD je Tonne, Zink kostet 2.300 USD je Tonne.

Dies liegt nach nach Commerzbankangaben an Konjunktursorgen nach zuletzt schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA, Deutschland  und China. Gemäß Angaben der Zollbehörde ist der Handelsbilanzüberschuss Chinas im August deutlich gesunken. Insgesamt hat China vor allem in die USA weniger Güter ausgeführt, was wohl am Handelsstreit zwischen beiden Ländern liegt. Aber auch die Exporte von Rohstoffen waren niedriger. Sowohl die Stahl- als auch die Aluminiumausfuhren sind auf ein 6-Monatstief gefallen und lagen deutlich unter Vorjahr. Im August wurden 5,01 Mio. Tonnen Stahl exportiert, 15% weniger als vor einem Jahr.

Quelle: Commerzbank AG/ Commerzbank Commodity Research / Vorschaubild: fotolia