Autor: von Alexander Kirschbaum

22.07.2015

Brandschutzbeschichtungen im Stahlbau

Die Broschüre der Interessengemeinschaft Stahl-Brandschutzbeschichtung IGSB im bauforumstahl stellt in kurzer Form die Vorteile und Wirkungsweisen von Brandschutzanstrichen, architektonische sowie technische und umweltrelevante Aspekte, ihre Wirtschaftlichkeit bis hin zu Ausführung, Qualitätssicherung und Wartung dar.  

Die schnell trocknenden, stoßfesten Beschichtungen vereinen Korrosions- und Brandschutz. Mit ihnen lassen sich Feuerwiderstandsklassen von bis zu drei Stunden erreichen (R15 bis R180). Im Brandfall schäumt der Dämmschichtbildner auf und bildet einen stabilen, feinporigen Kohlenstoffschaum, der das Bauteil isoliert, sodass es sich langsamer erwärmt.

Die Anstriche eignen sich auch für besonders hohe Anforderungen, etwa in Krankenhäusern, Kindergärten oder im Lebensmittelbereich bis hin zu Hallenbädern, petrochemischen Anlagen oder Kraftwerken. Eine nachträgliche Erhöhung der Feuerwiderstandsklasse, z.B. beim Bauen im Bestand, ist möglich. Für die Beschichtung in Innenräumen gibt es besonders emissionsarme Systeme, die auch den hohen Anforderungen bei Nachhaltigkeits-Zertifizierungen gerecht werden.

Brandschutzanstriche unterscheiden sich heute dank ihrer glatten Oberflächen nicht mehr von konventionellen Beschichtungen. Die modernen, dünnen Anstriche eignen sich hervorragend, um sowohl einfache und filigrane als auch komplexe Stahlkonstruktionen brandsicher zu gestalten. Dem Architekten sind bei der Planung farblich keine Grenzen gesetzt. Deckbeschichtungen stehen in allen RAL- oder NCS-Farbtönen zur Verfügung, spezielle Akzente lassen sich durch eisenglimmerhaltige DB-Farbtöne setzen.

Die Broschüre steht zum Download

Quelle: bauforumstahl Bildtext: Broschüren-Cover Brandschutzbeschichtungen im Stahlbau (Foto: bauforumstahl)