Metallrecycling ist Thema beim 9. Ruhr-Symposium am 17. Oktober 2023

von Angelika Albrecht

Auf den globalen Rohstoffmärkten hat die Volatilität in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. Extreme Beispiele dafür sind die drastischen Preisveränderungen – sowohl steigend als auch fallend – bei den Seltenen Erden, aber auch bei anderen Industriemetallen wie z.B. bei Magnesium, Silicium, Gallium und Germanium. Vor dem Hintergrund der Energiewende und der zunehmenden Elektromobilität wird der Bedarf an Funktionswerkstoffen jenseits der aktuell schon sehr hohen Relevanz dieser Rohstoffe weiter zunehmen. Im Gegensatz zu Konstruktionswerkstoffen befinden sich Funktionswerkstoffe in der Regel in geringen, bis sehr geringen Gehalten in elektronischen Bauteilen, Batterien, Magnetwerkstoffen und als Legierungselemente in metallischen Werkstoffen.

Steigende Rohstoffpreise führen aber nicht nur dazu, dass bisher nicht abbauwürdige Lagerstätten doch wirtschaftlich abgebaut werden können, sondern auch dazu, dass bisher unwirtschaftliche Recyclingverfahren eventuell doch ökonomisch erfolgreich betrieben werden können. Waren die 17 Nachhaltigkeitsziele, die auf der UN-Vollversammlung 2015 beschlossen wurden, noch als eine Vision formuliert, wie eine bessere Welt mit mehr Wohlstand und weniger Ressourcenverbrauch erreicht werden kann, so rückt mit dem „Circular Economy Action Plan“ der EU die Bedeutung der Nachhaltigkeit und die Entwicklung nachhaltiger Prozesse in den Fokus der europäischen Politik. Für etliche Metalle existieren bereits seit langem Recyclingprozesse und nahezu geschlossene Wertstoffkreisläufe. Allerdings sind für zahlreiche Funktionswerkstoffe, wegen ihrer ausgeprägt dissipativen Verteilung in den Produkten und den Abfallstoffen, erst noch geeignete Recyclingprozesse zu erforschen und großtechnisch zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund werden sich auf dem 9. RUHR-Symposium Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie mit den zukünftigen Bedeutungen von Funktionswerkstoffen – die für die Energiewende und die Entwicklung der Elektromobilität systemrelevant sind – und deren Recyclingmöglichkeiten beschäftigen.

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Veranstaltungsort: Universität Duisburg


Quelle und Vorschaubild: Nano-Research Center NETZ/CENIDE of the University of Duisburg-Essen, the CAR-Center Automotive Research and D+S Automotive


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