Maschinenbau und Schwerindustrie beim Corporate Health Award 2021

von Hubert Hunscheidt

Flexiblere Reaktionen auf eine veränderte Nachfrage, schnelle Anpassung von Produktionskapazitäten und ein ordentliches Auftragspolster haben den deutschen Maschinenbau trotz eines Produktionsrückganges von etwa 14% recht gut durch die Pandemie gebracht – Lehren aus der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Die gute Auftragslage führt bereits wieder zur intensiven Suche nach neuen Fachkräften. Um diese trotz der schweren und fordernden Arbeit langfristig gesund zu halten, setzt die Branche bereits seit langem auf nachhaltige Gesundheitskonzepte. Die besten werden auch 2021 wieder mit dem renommierten Corporate Health Award ausgezeichnet.

„Die Selbstverständlichkeit der Arbeitsschutzmaßnahmen und ein hohes Maß an Sensibilisierung der Beschäftigten für Prävention und Gesunderhaltung machen Maschinenbau und Schwerindustrie zu Vorreitern in Maßnahmen des Gesundheitsmanagements,“ so Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EUPD Research und Leiter des Corporate Health Awards. „Damit hatte die Branche eine optimale Ausgangsposition, um Schutzmaßnahmen während der Pandemie zu entwickeln und schnell und nachhaltig umzusetzen.“

Auch die Awardsieger des Vorjahres konnten mit ihren diversen Strategien für die Gesundheit ihrer Beschäftigten überzeugen. So bietet der Gewinner der Mittelstandskategorie, die Kieler Vossloh Locomotives GmbH, den Mitarbeiter*innen nicht nur ein breites Leistungsangebot, sondern sieht auch Teamwork und Wohlbefinden als zentrale Erfolgsfaktoren an. Schindler Deutschland wiederum, Sieger in der Kategorie Großkonzern, setzt vor allem auf Digitalisierung und Ideenmanagement. „Wir setzen uns intensiv dafür ein, unseren Mitarbeiter*innen ein gesundes und motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten“, bekräftigt Frank Schach, Geschäftsführer Personal bei Schindler. „Das ist eine der Grundlagen unseres wirtschaftlichen Erfolgs.“

Bereits seit 2009 setzt der Corporate Health Award mit seinen experten- und wissenschaftsgestützten Verfahren und einem datenbasierten Qualitätsmodell Standards für die Etablierung nachhaltiger Gesundheitssysteme in Unternehmen. Die Erfahrungen der Bewerber fließen in die jährliche Trendstudie ein, mit der die Entwicklung von Corporate Health Management in Deutschland wissenschaftlich begleitet werden kann. Die Bewerbung selbst ist daher grundsätzlich kostenlos und führt zu einem offiziellen Deutschland-Benchmark, mit dem die Teilnehmer sich individuell in ihrer Branche vergleichen können. Im nächsten Schritt können die Ergebnisse dann durch ein Audit verifiziert werden.

2021 wird der Corporate Health Award in 17 Branchenkategorien verliehen, mittelständische Betriebe werden in diesen Kategorien besonders ausgezeichnet. Für außerordentliche Leistungen in bestimmten Bereichen werden außerdem diverse Sonderpreise vergeben.

„Die Trendstudie zeigt die ausgezeichneten Werte von Maschinenbau und Schwerindustrie in Bereichen wie Ergonomie und Mitarbeitersensibilisierung“, lobt Steffen Klink. „In der Qualitätssicherung des sehr breiten und individuell gestalteten Gesundheitsmanagements könnten die Unternehmen jedoch noch deutlich weiterentwickeln. Daher freuen wir uns auch in diesem Jahr wieder über die Bewerbung vorbildlicher Arbeitgeber mit Einfallsreichtum und Engagement.“


EUPD Research beging im letzten Jahr bereits sein 20-jähriges Jubiläum als führendes Forschungsunternehmen im nachhaltigen Corporate Health Management. Mit dem Corporate Health Award, der Corporate Health Initiative, der Corporate Health Akademie, der jährlich erscheinenden Studie zum Gesundheitsmanagement in Deutschland sowie den zahlreichen Aktivitäten als Sozialforschungsunternehmen in der Analyse und Beratung agiert die EUPD als maßgebliches Stimmungsbarometer für aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen in der strategischen HR-Arbeit. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk wird die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen und hocheffizienter betrieblicher Managementsysteme flächendeckend für alle Branchen gefördert

Quelle und Foto: Corporate Health Initiative/EuPD

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