Lkw-Konvoi in Brüssel fordert Schutz der europäischen Industrie

von Hubert Hunscheidt

Unter dem Motto „Produktion in Europa halten“ findet heute, 7. September, in Brüssel der „Europäische Konvoi für industrielle Wettbewerbsfähigkeit“ statt. Unternehmen, Beschäftigte, Wirtschaftsverbände und weitere Industrievertreter wollen damit auf die aus ihrer Sicht zunehmende Benachteiligung europäischer Produzenten aufmerksam machen.

Die von EUROMETAL unterstützte Initiative richtet den Blick insbesondere auf eine Lücke bei den europäischen Handels- und Klimaschutzinstrumenten. Während importierter Stahl unter anderem handelspolitischen Maßnahmen und CO₂-Kosten im Rahmen des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM unterliegt, gelten entsprechende Belastungen für viele außerhalb der EU gefertigte stahlintensive Produkte nicht. Die Initiatoren befürchten dadurch Produktionsverlagerungen und einen Verlust von Arbeitsplätzen, Investitionen, industriellem Know-how und Nachfrage nach europäischem Stahl.

Konvoi, Industriesärge und gemeinsamer „Weckruf“

Das Programm beginnt um 10.30 Uhr mit der Versammlung am Robert-Schuman-Kreisverkehr. Um 11 Uhr folgen eine Pressekonferenz und Medieninterviews. Für 11.30 Uhr ist ein stiller Zug mit zehn symbolischen „Industriesärgen“ rund um das Berlaymont, den Sitz der EU-Kommission, vorgesehen. Sie stehen für den drohenden Verlust europäischer Produktionskapazitäten, Arbeitsplätze und industriellen Know-hows.

Ebenfalls um 11.30 Uhr soll der Lkw-Konvoi im Europaviertel eintreffen. Um 12 Uhr wollen die Fahrer gleichzeitig hupen und damit einen symbolischen „Weckruf für Europas industrielle Zukunft“ geben. Anschließend soll um 12.05 Uhr die gemeinsame Botschaft der Initiative an die Europäische Kommission übergeben werden.

Die zentrale Forderung lautet, faire Wettbewerbsbedingungen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette zu schaffen und damit Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze in Europa zu sichern.

 
 

Quelle und Bild:: Eurometal