Autor: von Alfons Woelfing

19.03.2019

Konjunkturerwartungen steigen deutlich an

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im März 2019 um 9,8 Punkte deutlich an. Der neue Wert der ZEW-Konjunkturerwartungen liegt nun bei minus 3,6 Punkten. Die Konjunkturerwartungen bleiben zwar weiterhin  unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,2 Punkten,  die Einschätzungen zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung sind jedoch inzwischen weniger pessimistisch als noch vor ein oder zwei Monaten.
 
Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im März erneut verschlechtert. Sie beträgt aktuell 11,1 Punkte, 3,9 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat.   „Der deutliche Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen zeigt, dass wichtige konjunkturelle Risiken weniger dramatisch eingeschätzt werden. Die mögliche Verschiebung des Brexits und die wieder aufkeimende Hoffnung auf einen vertraglich geregelten Austritt Großbritanniens haben die Finanzmarktexperten offenbar optimistischer gestimmt. Auch Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen China und den USA zur Beendigung des Handelskrieges können dazu beigetragen haben.
 
Gleichwohl zeigen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland ein relativ schwaches Wachstum im ersten Halbjahr 2019 an“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls kräftig an. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im März bei minus 2,5 Punkten, 14,1 Punkte höher als im Februar. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt hingegen abermals. Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt minus 6,6 Punkte und liegt damit um 3,6 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat.