Autor: von Alfons Woelfing

13.03.2019

Klöckner steigert operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2018

Im Geschäftsjahr 2018 ist der Umsatz von Klöckner & Co im Wesentlichen aufgrund des höheren Preisniveaus um 7,9 % auf 6,8 Mrd. € angestiegen. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde um 3,4 % auf 227 Mio. € verbessert. Neben der über weite Strecken des Jahres positiven Preisentwicklung haben vor allem Effekte aus Optimierungsmaßnahmen zu diesem Anstieg beigetragen. Das Konzernergebnis betrug 69 Mio. € nach einem durch steuerliche Sondereffekte begünstigten Vorjahreswert von 102 Mio. €. Entsprechend lag das Ergebnis je Aktie bei 0,68 € (2017: 1,01 €). Vorstand und Aufsichtsrat erachten vor diesem Hintergrund eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 30 Cent je Aktie als angemessen, die der Hauptversammlung am 15. Mai vorgeschlagen werden soll.
 
Weiter an Dynamik hinzugewonnen hat die Digitalisierung von Klöckner & Co. Der über digitale Kanäle erzielte Umsatzanteil konnte mit zunehmender Geschwindigkeit auf zuletzt 25 % im vierten Quartal 2018 (Q4 2017: 17 %) gesteigert werden. Die Digitaleinheit kloeckner.i in Berlin mit ihren mittlerweile rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern treibt nicht nur die Digitalisierung des Klöckner & Co-Konzerns weiter voran, sondern berät seit Beginn des laufenden Jahres zusätzlich ausgewählte externe Unternehmen.
 
Auch die von Klöckner & Co initiierte unabhängige Industrieplattform XOM Materials hat nach dem Go-live in Europa im Februar 2018 ein rasantes Wachstum hingelegt. Mittlerweile arbeiten rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an fünf Standorten für das Unternehmen. Noch für das erste Halbjahr 2019 ist der Launch der Plattform in den USA vorgesehen. Bis zum Ende des Jahres soll eine erste Finanzierungsrunde mit externen Investoren abgeschlossen sein.
 
Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstands von Klöckner & Co: „Mit XOM Materials haben wir unsere Vision von der Zukunft des Stahlhandels realisiert. Über die für alle Marktteilnehmer offene Plattform wird die traditionelle Wertschöpfungskette in der Stahlindustrie sukzessive aufgelöst und durch ein digitales Netzwerk ersetzt. Der durchgängige Informationsfluss erhöht die Transparenz und ermöglicht damit, Bedarfe besser zu planen und Kapazitäten optimal zu nutzen. Kunden können darüber hinaus zukünftig über einen einzigen Zugang aus einem sehr breiten Portfolio von Stahlprodukten und weiteren Materialien verschiedener Anbieter wählen.“
 
Klöckner & Co erwartet im Jahr 2019 für die wesentlichen Absatzmärkte in Europa und den USA ein überwiegend leichtes Wachstum der realen Stahlnachfrage und einen entsprechenden Anstieg des Konzernabsatzes. Für den Umsatz wird – insbesondere vor dem Hintergrund der getätigten Erweiterungsinvestitionen und eines im Vergleich zum Vorjahr insgesamt höher erwarteten Stahlpreisniveaus – hingegen ein deutliches Wachstum prognostiziert.
 
Beim operativen Ergebnis (EBITDA) rechnet Klöckner & Co unter Berücksichtigung des neuen Standards IFRS 16 (Leasing) mit einem leichten Anstieg – trotz im Gegensatz zum Vorjahr voraussichtlich ausbleibender positiver Preiseffekte in den USA.
 
Quelle und Foto: Klöckner & Co SE