Kloeckner Metals Germany baut Defence-Kompetenzzentrum in Köln aus

von Hubert Hunscheidt

Die Kloeckner Metals Germany GmbH erweitert ihre Aktivitäten im Bereich der hochpräzisen Stahl- und Metallbearbeitung für Verteidigungs- und KRITIS-Anwendungen. Mit der Eröffnung eines neuen Standorts in Hürth bei Köln am 23. Juli 2026 entwickelt das Unternehmen die Region zu einem der modernsten Kompetenzzentren Deutschlands für die Bearbeitung von Spezialstählen im Defence-Bereich.

Der neue Standort ergänzt den bestehenden Betrieb des Tochterunternehmens Ambo Stahl in Köln-Ehrenfeld, das über langjährige Erfahrung in der Verarbeitung verschleißfester, hochfester und ballistischer Spezialstähle sowie die entsprechenden Bundeswehr-Zulassungen verfügt.

Zur Ausstattung gehören unter anderem ein 60-kW-Laserschneidsystem – eines der leistungsstärksten in Deutschland –, eine Entgratmaschine, eine Strahlanlage für hochwertige Oberflächenbearbeitung sowie moderne Fräs- und Abkanttechnik. Die Anlagen ermöglichen die Bearbeitung anspruchsvoller Stahl- und Metallkomponenten für sicherheitsrelevante Anwendungen.

Die gefertigten Bauteile kommen unter anderem in Ketten- und Radfahrzeugen, gepanzerten Sicherheits- und Transportfahrzeugen, im Marineschiffbau sowie in der kritischen Infrastruktur, beispielsweise für Sicherheitstüren, Schutzräume oder Fassadenelemente, zum Einsatz.

Mit dem neuen Werk baut Kloeckner Metals Germany sein deutschlandweites Netzwerk spezialisierter Bearbeitungszentren weiter aus. Gemeinsam mit den Standorten in Bremen, Velten, Landsberg, Köln und Duisburg entsteht ein vernetztes Produktions- und Technologiesystem für hochwertige Stahl- und Metallbearbeitung.

Nach Unternehmensangaben stärkt die Investition zugleich die Position von Kloeckner Metals Germany als Technologiepartner für die Verteidigungsindustrie und den Bereich kritischer Infrastrukturen und soll einen Beitrag zur industriellen Resilienz und zur europäischen Verteidigungsfähigkeit leisten.

Quelle und Foto: Klöckner Metals Germany GmbH