Klöckner & Co steigert operatives Ergebnis

von Hubert Hunscheidt

Klöckner & Co hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfelds sein operatives Ergebnis verbessert. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg gegenüber dem Vorquartal von 46 auf 63 Millionen Euro und lag damit nur knapp unter dem Vorjahreswert von 65 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf 1,693 Milliarden Euro. Bereinigt um den Verkauf von acht US-Distributionsstandorten Ende 2025 ergibt sich sogar ein Umsatzplus von 12,1 Prozent.

Beim Absatz verzeichnete der Stahl- und Metallhändler 1,115 Millionen Tonnen nach 1,164 Millionen Tonnen im Vorjahresquartal. Ohne die veräußerten US-Standorte wäre der Absatz konzernweit um 3,2 Prozent gestiegen.

Belastet wurde das Quartalsergebnis durch eine Wertberichtigung der Becker Gruppe. Dadurch fiel das Konzernergebnis auf minus 268 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von zwei Millionen Euro erzielt worden war. Zusätzlich schlugen Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Worthington Steel zu Buche.

Strategisch treibt Klöckner & Co die Integration mit Worthington Steel weiter voran. Nach Abschluss des Übernahmeangebots hält Worthington Steel rund 62 Prozent der ausstehenden Aktien. Das laufende Delisting-Erwerbsangebot endet voraussichtlich am 12. August. Parallel schreitet der angekündigte Verkauf der Becker Gruppe nach Unternehmensangaben planmäßig voran. Künftig will sich Klöckner & Co noch stärker auf höherwertige Produkte und Dienstleistungen konzentrieren.

Für das Gesamtjahr 2026 konkretisiert das Unternehmen seine Prognose und erwartet ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten zwischen 170 und 250 Millionen Euro. Während der Absatz leicht zurückgehen dürfte, rechnet Klöckner & Co aufgrund eines höheren Preisniveaus mit einem leichten Umsatzanstieg. Auch der operative Cashflow soll erneut positiv ausfallen, allerdings unter dem Vorjahresniveau.

Quelle und Foto: Klöckner & Co.