Klöckner & Co steigert operatives Ergebnis im ersten Quartal deutlich

von Hubert Hunscheidt

Klöckner & Co hat im ersten Quartal 2026 trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds das operative Ergebnis gesteigert und den strategischen Umbau des Unternehmens weiter vorangetrieben. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten lag mit 46 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresquartal (42 Mio. Euro) sowie klar über dem Vorquartal (21 Mio. Euro).

Der Absatz belief sich in den ersten drei Monaten 2026 auf 1,1 Mio. Tonnen und lag damit unter dem Vorjahreswert. Hintergrund war vor allem der zum Jahresende 2025 abgeschlossene Verkauf von acht US-Distributionsstandorten. Bereinigt um diesen Effekt konnte der Absatz jedoch um 2,1 Prozent gesteigert werden.

Der Umsatz sank auf 1,6 Mrd. Euro nach 1,7 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Verkaufsbereinigt wurde allerdings ebenfalls ein Wachstum von 2,1 Prozent erzielt. Die Rohertragsmarge blieb mit 19,0 Prozent stabil.

Verbessert zeigte sich auch das Konzernergebnis: Nach minus 28 Mio. Euro im Vorjahresquartal lag dieses nun bei minus 4 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital auf 1,648 Mrd. Euro.

Strategisch stand im ersten Quartal vor allem das Übernahmeangebot von Worthington Steel im Fokus. Das US-Unternehmen hat sich nach Ablauf der weiteren Annahmefrist rund 61,87 Prozent aller ausstehenden Klöckner-&-Co-Aktien gesichert. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der noch ausstehenden behördlichen Freigaben.

CEO Guido Kerkhoff sprach von einem „weiteren konkreten Schritt hin zum Zusammenschluss beider Unternehmen“, der neue strategische Möglichkeiten eröffnen werde.

Auch der angekündigte Verkaufsprozess der Becker Gruppe schreitet laut Unternehmen planmäßig voran. Mehrere Interessenten befinden sich derzeit in der Due-Diligence-Phase.

Für das zweite Quartal 2026 erwartet Klöckner & Co einen leicht höheren Absatz, einen deutlich steigenden Umsatz sowie ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten zwischen 40 Mio. und 80 Mio. Euro.

Quelle und Foto: Klöckner & Co SE