Klöckner & Co steigert operatives Ergebnis deutlich im Geschäftsjahr 2025

von Hubert Hunscheidt

Klöckner & Co hat im Geschäftsjahr 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld eine deutliche Verbesserung der operativen Ergebniskennzahlen erzielt. Das operative Ergebnis (EBITDA) vor wesentlichen Sondereffekten stieg auf 171 Mio. Euro nach 136 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Absatz erhöhte sich leicht auf 4,53 Mio. Tonnen (2024: 4,45 Mio. Tonnen), während der Umsatz aufgrund niedrigerer Preise und Währungseffekte leicht auf 6,4 Mrd. Euro zurückging (2024: 6,6 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich deutlich auf minus 53 Mio. Euro nach minus 176 Mio. Euro im Vorjahr.

Trotz der weiterhin volatilen Rohstoffmärkte erwirtschaftete Klöckner & Co zum vierten Mal in Folge einen klar positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Dieser lag 2025 bei 110 Mio. Euro. Der Free Cashflow verbesserte sich deutlich auf 105 Mio. Euro nach 39 Mio. Euro im Jahr zuvor. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor.

Nach Angaben von CEO Guido Kerkhoff hat das Unternehmen im vergangenen Jahr wichtige strategische Schritte umgesetzt. Dazu gehörten Portfolioanpassungen wie der Verkauf der brasilianischen Tochtergesellschaft sowie die Veräußerung mehrerer Distributionsstandorte in den USA. Gleichzeitig wurde das Geschäft durch Akquisitionen wie Haley Tool & Stamping in den USA und Ambo Stahl in Deutschland erweitert, um Wachstumsmöglichkeiten in Bereichen wie der Verteidigungsindustrie zu erschließen.

Eine zentrale Rolle in der zukünftigen Entwicklung spielt der geplante Zusammenschluss mit Worthington Steel. Das Unternehmen hat ein freiwilliges Übernahmeangebot über 11,00 Euro je Aktie für sämtliche Klöckner & Co-Aktien vorgelegt. Nach Anpassung der Angebotsbedingungen wurde die Mindestannahmeschwelle auf 57,5 Prozent gesenkt, die Annahmefrist läuft nun bis zum 26. März 2026.

Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co sehen in der Transaktion weiterhin eine strategisch sinnvolle Option. Durch die Kombination der Stärken beider Unternehmen soll die Marktposition in Europa und Nordamerika weiter ausgebaut und der Fokus auf höherwertige Produkte und Services verstärkt werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Unternehmen optimistisch. Klöckner & Co erwartet eine stabile Absatzentwicklung sowie ein deutlich steigendes operatives Ergebnis. Für das erste Quartal 2026 wird ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten zwischen 20 und 60 Mio. Euro prognostiziert.

Quelle und Foto: Klöckner & Co SE