Autor: von Angelika Albrecht

13.02.2020

ISCAR nach VDA 6.4 zertifiziert

Ettlingen - Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat sein Regelwerk 6.4 – Produktionsmittel überarbeitet und einen dazugehörigen Zertifizierungsprozess etabliert. ISCAR hat diesen erfolgreich durchlaufen und besitzt jetzt einen weiteren wichtigen branchenspezifischen Qualitätsnachweis. Im Fokus der Zertifizierung stand unter anderem die kooperative Zusammenarbeit mit den Kunden.

Die metallverarbeitende Industrie, und hier besonders die Automobilbranche, durchläuft seit einigen Jahren einen großen Wandel. Die stetig wachsenden Anforderungen an die Fahrzeuge führen auch dazu, dass die Automobilindustrie immer stärker auf zuverlässige Partner angewiesen ist – gerade bei den Produktionsmitteln, einem der zentralen Erfolgsfaktoren in diesem Sektor. Die Qualität von Produktionsmitteln und Werkzeugen, aber auch die kooperative Zusammenarbeit mit dem Kunden sind besonders wichtige Aspekte, derer sich der Verband der Automobilindustrie (VDA) im Regelwerk 6.4 – Produktionsmittel annimmt.

Der VDA hat das vor 20 Jahren entstandene Regelwerk 2017 überarbeitet und an die ISO 9001:2015-Struktur angepasst. Im Zuge dieser Revision hat der Verband zudem einen eigenständigen Zertifizierungsprozess ins Leben gerufen, der Anwendern die Möglichkeit eröffnet, einen branchenspezifischen Qualitätsnachweis zu erbringen. ISCAR hat die Vorteile eines solchen Zertifikates sofort erkannt und sich kurzerhand entschlossen, diesen Prozess im Geschäftsjahr 2019 anzugehen.

Die Planung dafür begann im Sommer 2018, die Zertifizierung sollte im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Doch die Auditoren mit der notwendigen, aber recht seltenen Qualifikation des ISCAR-Zertifizierungspartners DEKRA hatten bis in den Herbst 2019 keine Kapazitäten. Und selbst dann war war das Unternehmen auf Auditoren aus dem Großraum Duisburg angewiesen. Das verdeutlicht recht anschaulich den Fachkräftemangel im süddeutschen Raum. Obwohl die Planung holprig war, lief die Zertifizierung umso besser: Dabei geht es insbesondere um die Erfüllung komplexer Kundenanforderungen. Das spielte dem Unternehmen voll in die Karten, denn die kooperative Zusammenarbeit ist schon seit Jahrzehnten eine seiner stärksten Seiten und einer seiner USPs.

Neben den bereits vorhandenen Zertifikaten ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und OHSAS 18001:2007 besitzt ISCAR jetzt einen weiteren wichtigen branchenspezifischen Qualitätsnachweis. Dieser bringt neben einem sicheren Marktzugang zur deutschen Automobilindustrie auch fortlaufende Verbesserungen der Prozesse und damit auch die weitere Steigerung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Das stärkt die Wettbewerbs- und Prozessfähigkeit deutlich und nachhaltig. VDA 6.4 deckt zudem einen Bereich der Branche ab, der von der neuen internationalen Automotive-Norm IATF 16949 nicht erfasst wird. Das ist besonders für international agierende Hersteller von Bedeutung und für ISCAR ein großer Vorteil.


Über ISCAR

ISCAR ist das größte der 15 zur IMC (International Metalworking Companies) gehörenden Unternehmen. Gemeinsam bieten sie eine dynamische und umfangreiche Produktpalette an Präzisionswerkzeugen zur Bearbeitung von (Hart-) Metall. Sie produzieren ein breites Spektrum an Hartmetalleinsätzen, Hartmetallschaftfräsern und Schneidwerkzeugen und decken so nahezu alle zerspanenden Anwendungen ab. Die IMC Group gehört zu den weltweit führenden Produzenten der spanenden Technologie. IMC Group bietet außerdem Lösungen im Bereich Konstruktion und Produktion für die wichtigsten Industrien der ganzen Welt. Zahlreiche innovative Produkte, speziell nach Kundenwünschen konzipiert, haben die IMC Group zum Weltmarktführer in den größten herstellenden Industrien, wie beispielsweise der Automobilindustrie, der Luftfahrt und im Werkzeug- und Formenbau gemacht.

Quelle und BilderISCAR Germany GmbH