Autor: von Alexander Kirschbaum

26.01.2018

Innovationsforum Stahl 4.0 gestartet

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Innovationsforum Stahl 4.0 ist am Donnerstag mit einer Kick-Off-Veranstaltung in den Räumlichkeiten der IHK Saarland in Saarbrücken gestartet. Das Innovationsforum soll Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammenbringen. Ziele sind der Austausch im Kontext Stahl und Industrie 4.0 und die Etablierung eines langfristigen Innovationsnetzwerks sowie die Entwicklung neuer Produkt- und Geschäftsfelder. Handlungsfelder sind Produktion und Verarbeitung, Künstliche Intelligenz und Big Data, Sensorik und Aktorik sowie Werkstoffe.

Das geographische Zentrum des Forums liegt im Saarland, wobei sich Akteure aus ganz Deutschland und den Nachbarländern daran beteiligen können. Die Schirmherrin des Innovationsforums ist die Wirtschaftsministerin Frau Anke Rehlinger, die in der Ansprache von Staatssekretär Jürgen Barke vertreten wurde. „Die Stahlindustrie sorgt als Schlüsselbranche für Wertschöpfung, Beschäftigung und Innovation im gesamten Saarland. Das Forum ist eine gute Möglichkeit, Kompetenzen zu bündeln und die richtigen Akteure enger miteinander zu verzahnen. So können wir gemeinsam innovative Projekte entwickeln, die nachhaltig zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der saarländischen Stahlindustrie beitragen“, erklärte Barke in seiner Ansprache.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland Dr. Heino Klingen hob in seiner Rede ebenfalls die Bedeutung des Austauschs der einzelnen Akteure im Rahmen des Innovationsforums Stahl 4.0 hervor. „Die Produktion und Verarbeitung von Stahl ist heutzutage Hightech. Und dies mit gutem Grund: Denn Stahl ist einer der wichtigsten Werkstoffe überhaupt und wird künftig noch wichtiger. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, dass im Innovationsforum Stahl 4.0 Stahlhersteller mit kleinen innovativen Unternehmen sowie Vertretern der Wissenschaft und der Beratungsszene zusammenfinden, um sich für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen", so Klingen.

Ein besonderer Fokus des Innovationsforums liegt auf der Beteiligung mittelständischer Unternehmen bzw. KMU, die häufig als Innovationstreiber und Zulieferer am Markt tätig sind. Die Akteure stammen sowohl aus der Stahlindustrie als auch aus den Bereichen Sensorik, IT und Industrie 4.0. Das Projekt wird geleitet von DORUCON – DR. RUPP CONSULTING GmbH. „Mit dem Innovationsforum Stahl 4.0 werden erstmalig Akteure der Stahlindustrie, Zulieferer und Forschungseinrichtungen zusammen gebracht, um gezielt gemeinsam offene Potentiale des Themenfelds Industrie 4.0 im Kontext Stahl zu erschließen. Unsere Region nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein“, erklärte der Geschäftsführer der DORUCON – DR. RUPP CONSULTING GmbH Dr. Jörg Rupp.

Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung hielt Prof. Dr. Philipp Slusallek vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz einen Fachvortrag zu Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz und zeigte den rund 80 Anwesenden Ansatzpunkte für potentielle Innovationen in der Stahlindustrie auf, die zusammen mit weiteren Ideen in den kommenden Monaten im Rahmen von Wortshops vertieft werden. Den Höhepunkt des Innovationsforums bildet eine zweitägige Abschlussveranstaltung, die am 7. und 8. Juni 2018 stattfindet.

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