Autor: von Angelika Albrecht

07.06.2019

5. BME-Westbalkan-Konferenz mit Rekordbeteiligung

Eschborn - Die Einkaufsinitiative Westbalkan nimmt weiter Fahrt auf. In Dortmund wurden am Donnerstag (6. Juni) mehr als 700 B2B-Gespräche zwischen deutschen Einkäufern und Lieferanten der Westbalkan-Region geführt. Das sind fast 200 mehr als vor einem Jahr in Frankfurt.

Bereits die 4. Westbalkan-Konferenz in der IHK Frankfurt toppte 2018 ihre drei Vorgänger. „Damals dachten wir noch, die Zahl von 500 B2B-Meetings sei nicht mehr zu überbieten“, betonte Olaf Holzgrefe. „Mit aktuell mehr als 700 Gesprächen erlebte Dortmund in diesem Jahr ein All Time High, das uns richtig stolz macht“, fügte der Leiter International & Affairs des BME hinzu. Es handelt sich dabei um die größte Anzahl von B2B-Meetings, die der Einkäuferverband und das deutsche Kammernetzwerk auf dem Westbalkan jemals organisiert haben.

Für die 5. Westbalkan-Konferenz in der IHK Dortmund, die bereits zum zweiten Mal nach 2016 Veranstalter des Events war, ließen sich insgesamt 370 Teilnehmer registrieren. Dabei trafen Einkäufer, Logistiker und Supply Chain Manager von 51 deutschen Unternehmen auf 130 Lieferanten der Westbalkan-Region. In diesem Jahr beteiligten sich Unternehmen aus Albanien (1), Bosnien-Herzegowina (28), Kroatien (29), Kosovo (5), Mazedonien (10), Serbien (38) und Slowenien (19) an den Matchmakings.

Im Gespräch mit Veranstaltungsteilnehmern wurde deutlich, dass die internationalen Megatrends wie Globalisierung, Digitalisierung oder der War for Talents auch vor dem Westbalkan nicht Halt machen. Deshalb sei es wichtig, dass die Länder des früheren Jugoslawien weiter aktiv an der Verbesserung ihrer politischen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen arbeiten. „Hier hat es in den vergangenen Jahren bereits große Fortschritte gegeben“, sagte Martin Knapp, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Serbien.

Vor allem deutsche Unternehmen, die als Global Player unterwegs sind, sagten dem BME, dass sich der Westbalkan im internationalen Wettbewerb mit anderen lukrativen Beschaffungsmärkten und Investitionsstandorten gut behaupte. Je schneller und nachhaltiger er im Reformprozess weiter voranschreite desto attraktiver werde der Westbalkan für geschäftliche Engagements ausländischer Firmen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nach 2016 bereits zum zweiten Mal regionaler Gastgeber der Westbalkan-Konferenz sind. Die überwältigende Resonanz zeigt das große Interesse der deutschen Einkäufer und der Lieferanten vom Westbalkan an einer intensiven und nachhaltigen Zusammenarbeit“, betonte Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer der IHK Dortmund und Gastgeber der Meinungs- und Kontaktbörse. „Unsere Wirtschaft ist gut beraten, den Blick auch auf die Märkte quasi vor unserer Haustür zu richten. Für viele Unternehmen ist Südosteuropa in den vergangenen Jahren ein sehr attraktiver Markt mit vielfältigen Entwicklungschancen geworden. Die Westbalkan-Konferenz unterstreicht auch, dass Dortmund ein idealer Standort für die Pflege internationaler Geschäftsbeziehungen ist, und das nicht zuletzt durch die attraktiven Flugverbindungen, die uns der Dortmund Airport garantiert“, so Ehrich abschließend.

 
Quelle: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

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