Hamburg Sustainability Conference 2026 setzt auf internationale Allianzen

von Hubert Hunscheidt

Rund 1.600 Teilnehmer aus 115 Ländern kommen zur dritten Hamburg Sustainability Conference (HSC) zusammen, um den internationalen Dialog über nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Transformation voranzutreiben. Zu den Gästen zählen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Vertreter internationaler Organisationen, Minister sowie mehr als 280 Führungskräfte aus der Wirtschaft.

Unter dem Motto „The Power of Cooperation: Driving Progress Together“ stehen in rund 80 Fachveranstaltungen Themen wie resiliente Volkswirtschaften, technologische Innovationen, nachhaltige Investitionen sowie internationale Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Die Veranstalter wollen dabei den Austausch zwischen Politik, Unternehmen, Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stärken und konkrete Lösungsansätze für globale Herausforderungen entwickeln.

Ein Schwerpunkt der Konferenz ist die Bildung neuer Partnerschaften. Mehr als 15 internationale Allianzen sollen während der HSC 2026 gegründet oder entscheidend vorangebracht werden. Zu den wichtigsten Vorhaben zählt die Einrichtung der North-South Commission on Development unter dem gemeinsamen Vorsitz des ehemaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz und der früheren costa-ricanischen Präsidentin Laura Chinchilla.

Die Veranstalter sehen die Konferenz als Antwort auf zunehmende geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten. Statt weiterer Fragmentierung setze die HSC auf internationale Kooperation als Grundlage für mehr Sicherheit, Wohlstand und nachhaltiges Wachstum. Eine vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) vorbereitete internationale Befragung zeigt, dass insbesondere der Ausbau sauberer Energien, der Schutz natürlicher Ressourcen und ein besserer Zugang zu Finanzierungen weltweit als zentrale Zukunftsaufgaben angesehen werden.

Für die Industrie stehen insbesondere Fragen der Finanzierung nachhaltiger Transformation sowie der Einsatz neuer Technologien im Fokus. Zu den hochrangigen Wirtschaftsvertretern gehören unter anderem SAP-CEO Christian Klein, Otto-Group-CEO Petra Scharner-Wolff sowie Nachhaltigkeitsverantwortliche international tätiger Unternehmen. Diskutiert werden unter anderem Investitionen in klimafreundliche Technologien, digitale Innovationen und internationale Wertschöpfungsketten.

Initiiert wurde die Hamburg Sustainability Conference vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Michael Otto Stiftung. Seit ihrer Gründung versteht sich die Veranstaltung als internationale Plattform, auf der aus Dialog konkrete Kooperationen und Investitionen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung entstehen sollen.

Quelle und Fotos: marketSTEEL