Hamburg Sustainability Conference 2026: Mehr als 15 neue Allianzen
von Hubert Hunscheidt
Nach zwei Konferenztagen ist die Hamburg Sustainability Conference (HSC) 2026 in Hamburg zu Ende gegangen. Rund 1.600 Teilnehmer aus 115 Ländern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft diskutierten über konkrete Lösungen für globale Herausforderungen und brachten neue Partnerschaften auf den Weg.
Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen mehr als 15 neue oder deutlich weiterentwickelte Zukunftsallianzen. Darüber hinaus wurde die Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission unter dem gemeinsamen Vorsitz der ehemaligen Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla, und des früheren Bundeskanzlers Olaf Scholz gestartet. Ziel ist es, internationale Kooperationen künftig wirksamer und nachhaltiger zu gestalten.
Weitere Initiativen betreffen unter anderem die Mobilisierung privater Investitionen für nachhaltige Entwicklung, den Ausbau verantwortungsvoller KI-Anwendungen, Maßnahmen gegen Mangelernährung sowie Programme zur Schließung globaler Kompetenz- und Fachkräftelücken. Zudem wurden neue Partnerschaften zur Förderung von Investitionen in Afrika und zur Stärkung nachhaltiger Lieferketten vorgestellt.

HSC-Vorsitzender Achim Steiner zog ein positives Fazit. Die Konferenz habe gezeigt, dass internationale Zusammenarbeit auch in geopolitisch schwierigen Zeiten möglich sei. Nun gelte es, die angestoßenen Partnerschaften zügig in konkrete Projekte, Investitionen und messbare Ergebnisse zu überführen.
Mit dem Abschluss der Konferenz endet nach Angaben der Veranstalter zwar das zweitägige Treffen, nicht jedoch die gemeinsame Arbeit. Bereits im Anschluss steht der Future Economy Day im Zeichen der „Twin Transition“ – der gleichzeitigen digitalen und nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Industrie. Die nächste Hamburg Sustainability Conference ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Quelle und Fotos: marketSTEEL