Führung unter Unsicherheit: Wenn bewährte Strategien nicht mehr tragen
von Hubert Hunscheidt
Wirtschaftliche Unsicherheit, geopolitische Verschiebungen und der schnelle Einzug künstlicher Intelligenz stellen Unternehmen vor Entscheidungen, für die bewährte Routinen nicht immer ausreichen. Das Zukunftsinstitut spricht von einem „Kipppunkt“: Bestehende Strukturen verlieren an Stabilität, während noch nicht eindeutig erkennbar ist, was an ihre Stelle treten wird.
Wie Unternehmen in einer solchen Phase geführt werden können, thematisiert das Zukunftsinstitut in seinem aktuellen Future Briefing mit Filiz Albrecht. Die frühere Geschäftsführerin, Arbeitsdirektorin und Aufsichtsrätin berät heute Boards sowie People-&-Culture-Teams.
Orientierung statt fertiger Antworten
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Führung Orientierung geben kann, wenn sich wirtschaftliche und technologische Rahmenbedingungen schneller verändern als bisherige Planungs- und Entscheidungsprozesse. Nach Einschätzung Albrechts kommt es dabei darauf an, Leistungsanspruch mit Verantwortung und Menschlichkeit zu verbinden sowie Widerspruch auszuhalten.
Das Thema dürfte gerade für Industrieunternehmen an Bedeutung gewinnen. Transformation findet derzeit auf mehreren Ebenen gleichzeitig statt: Märkte und Lieferketten verändern sich, geopolitische Risiken nehmen Einfluss auf Investitionsentscheidungen und KI greift zunehmend in Prozesse und Organisation ein. Führung bedeutet unter diesen Bedingungen nicht nur, Veränderungen umzusetzen, sondern Entscheidungen zu treffen, obwohl deren langfristige Folgen nicht immer vollständig absehbar sind.
Zur Anmeldung des Future Briefings am 12. September 2026 von 12 bis 12.30 Uhr geht es hier.
Quelle: Zukunftsinstitut GmbH