Feralpi steigert Produktion, Umsatz und Ergebnis – Rekordinvestitionen in Nachhaltigkeit

von Hubert Hunscheidt

Die Feralpi Group hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfelds mit steigenden Produktionsmengen, höheren Umsätzen und einer verbesserten Ertragslage abgeschlossen. Gleichzeitig beendete der italienische Stahlhersteller seinen konzernweiten Investitionsplan und setzte seine Dekarbonisierungsstrategie konsequent fort.

Die Stahlproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent auf 2,7 Millionen Tonnen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um drei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Das EBITDA verbesserte sich auf 87,2 Millionen Euro, während das Nettoergebnis mit 401.000 Euro wieder in den positiven Bereich zurückkehrte. Rund 61 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Feralpi außerhalb Italiens.

Im Zeitraum von 2023 bis 2025 investierte die Unternehmensgruppe insgesamt mehr als 500 Millionen Euro. Allein im Jahr 2025 beliefen sich die Investitionen auf 115,7 Millionen Euro. Mehr als 80 Prozent dieser Summe entfielen auf Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastung sowie zur Verbesserung der Energie- und Materialeffizienz.

Ein zentrales Projekt war die Inbetriebnahme des neuen Walzwerks bei Feralpi Stahl in Riesa. Die Anlage ermöglicht die Produktion von Coils mit einem Rekordgewicht von bis zu acht Tonnen und wurde für eine CO₂-arme Produktion ausgelegt. Darüber hinaus investierte der Konzern in Italien in eine elektrische Erwärmungsanlage zur Senkung des Erdgasverbrauchs und der direkten CO₂-Emissionen sowie in KI-gestützte Systeme für den Schrottumschlag und die Prozessoptimierung.

Auch bei den Nachhaltigkeitszielen meldet Feralpi deutliche Fortschritte. Bereits 2025 deckte der Konzern 56 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen und übertraf damit sein ursprünglich für 2030 gesetztes Ziel von mindestens 50 Prozent. Zudem werden nach Unternehmensangaben mehr als 98 Prozent der eingesetzten Materialien recycelt, 93 Prozent der Produktionsrückstände einer Kreislaufwirtschaft zugeführt und der spezifische Wasserverbrauch gegenüber 2022 um 36,5 Prozent reduziert.

Erst kürzlich bestätigte zudem die Science Based Targets initiative (SBTi) die langfristigen Klimaziele der Gruppe. Feralpi will die spezifischen Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen seiner warmgewalzten Produkte bis 2050 gegenüber 2022 um 90 Prozent senken.

„Dank der abgeschlossenen Investitionen und einer hochmodernen Produktionsstruktur haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um die Chancen der Märkte zu nutzen – insbesondere im Bereich CO₂-armer Stähle“, sagte Giuseppe Pasini, Präsident der Feralpi Group.

Quelle: Feralpi Group / Fotos: Feralpi Group und marketSTEEL